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Synke Köhler liest aus „Kameraübung“

Synke Köhler ist die aktuelle Stipendiatin des Heinrich-Heine-Hauses

Synke Köhler ist die aktuelle Stipendiatin des Heinrich-Heine-Hauses

Foto: privat / HA

Literaturabend im Heinrich-Heine-Haus Lüneburg mit der aktuellen und einer ehemaligen Stipendiatin. Lyrik und Erzählungen.

Lüneburg.  Seit Mitte Januar lebt und schreibt Synke Köhler als Heinrich-Heine-Stipendiatin in Lüneburg. Das Stipendium wird vom Land Niedersachsen und der Hansestadt Lüneburg an deutschsprachige Autoren vergeben. Es ist eine Auszeichnung für bisherige Veröffentlichungen und soll der Förderung des weiteren schriftstellerischen Schaffens dienen. Synke Köhler hatte sich mit einem Lyrikband und Texten aus dem damals noch unveröffentlichten Erzählband „Kameraübung“ beworben. Aus diesem liest sie nun im Heinrich-Heine-Haus.

Auch dabei sein wird Franziska Gerstenberg, die im Jahr 2007 für drei Monate als Heine-Stipendiatin in Lüneburg war. Sie hat drei Erzählbände und einen Roman veröffentlicht. Sie liest aus dem aktuellen Band „So lange her, schon gar nicht mehr wahr“, ausgezeichnet mit dem Sächsischen Literaturpreis. Martina Sulner, Literaturredakteurin der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und Mitglied des Literarischen Beirats des Literaturbüros Lüneburg, moderiert den Abend.

Synke Köhler, 1970 in Dresden geboren, machte ihr Diplom in Psychologie, war als Grafikerin tätig, schloss ein Studium an der Drehbuchwerkstatt München und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig ab. Sie veröffentlichte in Literaturzeitschriften und Anthologien. 2011 erschien ihr Lyrikband „waldoffen“, 2016 folgte ihr Prosadebüt, der Erzählungsband „Kamera­übung“. Darin fängt Synke Köhler Besonderheiten des Alltags ein. Oft handelt es sich dabei um kritische Momente zwischen zwei Menschen, die so leise sind, dass sie beinahe unbemerkt bleiben. Für ihre Erzählung „Nachbild“ erhielt sie den Newcomer-Preis des Literaturwett­bewerbs Wartholz.

Franziska Gerstenberg, 1979 in Dresden geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2004 debütierte sie mit dem Erzählband „Wie viel Vögel“, 2007 folgte der Band „Solche Geschenke“, im selben Jahr war sie für drei Monate als Heine-Stipendiatin in Lüneburg. Die Schriftstellerin erhielt zahlreiche Stipendien und Preise. Ihr erster Roman „Spiel mit ihr“ (2012) wurde mit einem Stipendium der Akademie Schloss Solitude sowie mit dem Förderpreis zum Lessingpreis ausgezeichnet.

Mittwoch, 15. Februar, 19.30 Uhr, Heinrich-Heine-Haus Lüneburg, Am Ochsenmarkt 1, Eintritt 7 Euro, Karten unter 04131/309-3687