Harburg
Rosengarten

Vahrendorf vertagt Entscheidung über Wohnbebauung

In Vahrendorf wird diskutiert, wie sich der Ort weiter entwickeln soll

In Vahrendorf wird diskutiert, wie sich der Ort weiter entwickeln soll

Foto: Bianca Wilkens / HA

Politiker wollen von Grundeigentümer Carsten Erhorn genauere Auskunft über die zukünftige Nutzung der Flächen.

Vahrendorf.  Rosengarten hat sich zwar für eine künftig moderate Entwicklung der Gemeinde ausgesprochen und das auch in seinem Zukunftskonzept 2030 festgehalten. Doch auf kleinen Flächen lassen Politik und Verwaltung nach und nach weitere Bebauung zu, um der wachsenden Nachfrage nach Wohnraum gerecht zu werden. Insbesondere im Norden der Gemeinde stagnierte die Bebauung zuletzt. Daher sollen jetzt auf dem ehemaligen Sportplatz Vahrendorf an der Harburger Straße am Ortsrand sieben Grundstücke ausgewiesen werden.

Die 8500 Quadratmeter große Fläche dafür hat Carsten Erhorn bereits an die Gemeinde verkauft. Darüber hinaus hat er einen Teil der Fläche an den Landkreis Harburg verpachtet, der an der Harburger Straße, Ecke Querweg eine Flüchtlingsunterkunft errichten wollte. Zwischen der Flüchtlingsunterkunft und der Wohnbebauung sollte eine zwei Hektar große Weidefläche bestehen bleiben. Die dafür nötige Änderung des Flächennutzungsplans hätte eigentlich in der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses und des Ortsrats Vahrendorf über die Bühne gehen sollen. Doch die Entscheidung wurde vertagt.

Der Grund dafür war die noch offene Nachnutzung der Fläche für die Flüchtlingsunterkunft. Der Landkreis hatte zwar mit den Bauarbeiten für die Unterkunft begonnen, aber derzeit ruhen die Arbeiten, da im vergangenen Jahr deutlich weniger Flüchtlinge in den Landkreis kamen als zunächst angenommen. Doch dem Ortsrat und Ausschuss war nicht eindeutig klar, was Grundeigentümer Carsten Erhorn mit dem Grundstück genau vorhat, falls der Landkreis aufgrund der gesunkenen Flüchtlingszahlen doch keine Unterkunft mehr braucht.

„Das sollten wir noch in Ruhe besprechen“, sagte Arne Vaubel (CDU). „Wir sind davon ausgegangen, dass die Flüchtlingsunterkunft nur zurückgebaut wird.“ Zunächst stand noch im Raum, auf Vorschlag des Ausschussvorsitzenden Jürgen Grützmacher, wenigstens über die Wohnbebauung zu entscheiden und die Flüchtlingsunterkunft und deren Nachnutzung auszuklammern. Schließlich stehen die Bauwilligen schon in den Startlöchern. Doch das scheiterte dann an einem fehlenden Blatt Papier in der Anlage zur Flächennutzungsplanänderung. Daraufhin beschloss der Ausschuss, das Thema am Montag, 20. Februar, zu behandeln. „Dadurch müssen die Interessenten für die Grundstücke jetzt vier Monate länger warten“, sagte Carsten Peters, erster Gemeinderat in Rosengarten.

Carsten Erhorn kündigte an, den Ortsrat über seine Absichten zu informieren. Eine Wohnbebauung an der Stelle sei ohnehin ausgeschlossen, da sich das Grundstück zu nah am Sportplatz befinde, sagte Erhorn. Er denke vielmehr darüber nach, dort eventuell Ferienwohnungen oder Ferienhäuser zu realisieren. „Es gibt aber überhaupt noch keine konkreten Pläne“, betonte er gegenüber dem Abendblatt auf Anfrage. In der Verwaltung kommt die Idee jedenfalls gut an. „Die Fläche wäre dafür der ideale Standort, da sie sich in der Nähe von Hamburg und vom Regionalpark Rosengarten befindet“, sagte Peters.