Harburg
Lüneburg

Wie man jemanden fängt oder befreit

Saša Stanišic zählt zu den erfolgreichsten Nachwuchsautoren

Saša Stanišic zählt zu den erfolgreichsten Nachwuchsautoren

Foto: Katja Sämann / HA

Autor Saša Stanišic stellt in Lüneburg seinen Erzählungsband „Fallensteller“ vor, seinen hochgelobten zweiten Roman.

Lüneburg.  Saša Stanišić zählt zu den wichtigsten Autoren seiner Generation. Bereits sein Debütroman „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ begeisterte Leser und Kritik gleichermaßen und wurde bislang in 31 Sprachen übersetzt. Sein hoch gelobter zweiter Roman „Vor dem Fest“ war ein Spiegel-Bestseller und wurde mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.

Als Heinrich-Heine-Gastdozent begeisterte der in Hamburg lebende Autor im Juni 2015 auch das Lüneburger Publikum. 2016 hat Saša Stanišić einen Band mit Geschichten übers Fallenstellen nachgelegt, mit denen er sich erneut als lustvoller und virtuoser Erzähler erweist. „Ein genialer Erzählungsband. Von dem wird man lange reden“, so der Literaturkritiker Denis Scheck.

Im Gespräch mit der Kulturjournalistin Claudia Kramatschek stellt Saša Stanišić das Buch am Mittwoch, 18. Januar, im Heine-Haus vor. Die Reihe „Ausgewählt 2017“ wird von der Sparkassenstiftung Lüneburg und dem Lüneburgischen Landschaftsverband gefördert.

Die Geschichten in „Fallensteller“ handeln von Menschen, die Fallen stellen, Menschen, die sich locken lassen, Menschen die sich befreien – im Krieg und im Spiel, mit Trug und Tricks und Mut und Witz. Funktioniert die Falle, verliert einer. Manchmal ist es der Fallensteller. „,Fallensteller’ ist ein neuerlicher Grund, Erzählungen zu lesen. Diese Geschichten beglücken, mit ihrer Dichte, ihrer Klugheit und ihrer Themenvielfalt. Viel Welt auf wenigen Seiten“, lobt Anne-Dore Krohn vom rbb kulturradio.

Saša Stanišić, 1978 in Višegrad in Bosnien-Herzegowina geboren, lebt seit 1992 in Deutschland. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, etwa den Adelbert-von-Chamisso-Preis und den Alfred-Döblin-Preis. Seine beiden Romane waren nominiert für den Deutschen Buchpreis. Das Schauspielhaus Graz brachte „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ 2008 auf die Bühne.

Stanišićs erstes Theaterstück „Go West“ wurde 2008 uraufgeführt. Claudia Kramatschek ist als freie Literaturkritikerin, Feature-Autorin und Kulturjournalistin für überregionale Medien tätig. 2015 war sie in der Jury zum Deutschen Buchpreis.

Mittwoch, 18. Januar, 19.30 Uhr, Heinrich-Heine-Haus , Lüneburg, Am Ochsenmarkt 1, Eintritt: 9 Euro