Harburg
Ausstellung in Harburg

"Eiszeiten": Faszinierende Welt am Polarkreis

Foto eines Wettbewerbteilnehmers: Aufnahme in einer Gletscherhöhle des Gletschers Steindalsbreen in Norwegen

Foto eines Wettbewerbteilnehmers: Aufnahme in einer Gletscherhöhle des Gletschers Steindalsbreen in Norwegen

Foto: Jan-Stefan Knick

Archäologisches Museum und Völkerkundemuseum zeigen Filme zur Ausstellung „Eiszeiten“.

Harburg.  Die im Archäologischen Museum Hamburg in Harburg gezeigte und vom Museum für Völkerkunde mit organisierte Ausstellung „Eiszeiten“ lädt für das Wochenende 27. bis 29. Januar zu einem Filmfestival rund um das Leben im ewigen Eis.

Am Sonnabend, 28. Januar, ab 18 Uhr zeigt das Archäologische Museum in Harburg zunächst den Film „Expedition bis ans Ende der Welt“ von Daniel Dencik, eine deutsch-grönländische Produktion aus 2013 (Original mit Untertiteln). In dem Film startet ein Wissenschaftlerteam aus Archäologen, Geologen und Meeresbiologen zu einer Forschungsexpedition per Segelschiff an die Nordküste Grönlands.

Heimat, Rohstofflieferant, Militär- und Forschungsgebiet, exotisches Reiseziel – je nach Perspektive wurde und wird das Gebiet nördlich des 66. Breitengrads – des nördlichen Polarkreises – unterschiedlich wahrgenommen. Entlang dieser vielfältigen Wahrnehmungen formt sich auch die Filmlandschaft: eine fantastische Landschaft, die wir neu anschauen wollen.

Die Arktis und das arktische Europa der Eiszeit sind Gebiete, die einen großen, kulturellen Reichtum hervorgebracht haben: Aus einem eiszeitlichen Jagdlager bei Kostenki am Westufer des Don stammen beispielsweise aus Elfenbein geschnitzte Venusfiguren, oft nur wenige Zentimeter groß, die weltweit Beachtung finden.

Einen Eindruck, wie reichhaltig die kulturellen Traditionen in eisigem Umweltbedingungen sein können, zeigen uns die Menschen des Nordlichts. Bereits um 16.30 Uhr sowie im Anschluss an den Film gibt es Führungen durch die Ausstellung „EisZeiten“.

Am Freitag, 27. Januar, zeigt das Museum für Völkerkunde ab 18 Uhr die Kurzfilme „Collecting in the Collection“ und „What belongs to Inuit“ und um 20 Uhr den Dokumentarfilm „Arctic Superstar“. Am Sonnabend, 28. Januar, folgt um 11.30 Uhr „Pudana, Last of the Line“. Am Sonntag, 29. Januar, gibt es ab 15 Uhr die Kurzfilme „Mobilize“, „Paisaje con perro roto“, „Arctic Circle“ und „Arktis – Zwischen Licht und Dunkel“.

Im Anschluss steht Ethnologin Susanne Hammacher vom Übersee-Museum Bremen für Fragen zur Verfügung. Um 18 Uhr beginnt das letzte Kurzfilm-Set mit „With the free Rider into the Oil Age and beyond“, „Night Mayor Guy Maddin“, „This is Alaska“ und „The day I didn’t turn with the world“. Filmemacher Guido van der Werve lädt danach zum Gespräch.

Mehr Informationen zum Programm unter: www.eiszeiten-hamburg.de, Eintritt 8,50 Euro (Museum für Völkerkunde), bzw. 6 Euro (Archäologisches Museum).