Harburg
Winsen

Oratorium trifft Orient

Bachs populäre Weihnachtsmusik wird mit traditionellen Klängen vermischt

Winsen. Vor fast 300 Jahren wurde eines der populärsten Chorwerke uraufgeführt: das Weihnachts-Oratorium von Johann Sebastian Bach. Der Komponist leitete damals selbst die Aufführung mit dem Thomaner-Chor, ein Schulchor der Thomas-Schule Leipzig. Jetzt bringt mit dem Juventis-Jugendchor am Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasium Celle wieder ein Schulchor dieses Werk zu Gehör. Neben dem Ziel, Jugendliche für das Singen zu begeistern, legt Chorleiter Stephan Doormann großen Wert darauf, die Werke, die er mit seinen Chören aufführt, in Musikvermittlungs- und Integrationsprojekte einzubetten.

Zur Aufführung des Weihnachtsoratoriums entwickelte er das Projekt Neuland, ein kulturübergreifendes Begegnungsprojekt. In Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingschor Celle und dessen Leiterin Claudia Ott entstand um das Werk eine neue Dramaturgie, in der die Musik des barocken Altmeisters durch Musik aus dem orientalischen Kulturkreis bereichert wird.

Es entsteht ein Dialog zwischen Orient und Okzident, der musikalisch von starken Kontrasten, inhaltlich aber von vielen Parallelen geprägt ist. In diesem Sinne erklingen neben dem Weihnachts-Oratorium orientalische Instrumentalmusik sowie Lieder und Texte aus der orientalisch-christlichen Tradition, Liebeslyrik und ein Lied über das Licht aus einem Mohammad-Zyklus. Die orientalische Musik wird vorgetragen von Sängern, Instrumentalisten und Solisten des Flüchtlingschores Celle sowie einem professionellen orientalischen Kammerensemble.

Sonnabend, 26. November, 17 Uhr, Marienkirche Winsen, Karten ab 7 Euro im Vorverkauf in der Touristinformation im Marstall, bei Optik Maack, im Gemeindebüro (Tel. 04171-4030) sowie an der Abendkasse.