Harburg
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SPD fordert Servicestelle für helfende Nachbarn

Harburg. Bereits im Juli stellte der Hamburger Senat die überarbeitete „Pflege-Engagements-Verordnung“ vor, die in den Grauzonen zwischen Nachbarschaftshilfe für Pflegebedürftige, Angehörigenpflege und lizenzierter Pflege für Klarheit sorgen soll. Unter anderem wurde bei diesem Anlass die Einrichtung einer oder mehrerer „Servicestellen Nachbarschaftshilfe“ angekündigt, über die das spontane Engagement für bedürftige Mitmenschen in rechtssichere Bahnen gelenkt werden kann.

Die SPD-Fraktion in der Harburger Bezirksversammlung wünscht sich so eine Servicestelle auch für den Bezirk Harburg. Einen entsprechenden Antrag haben die Sozialdemokraten nun eingebracht: Ein Referenten des Pflegestützpunktes Harburg soll im Fachausschuss nicht nur über das Projekt „Servicestellen Nachbarschaftshilfe“ berichten, sondern auch darüber, wie es im Bezirk Harburg umgesetzt werden kann.

Über die Servicestelle sollen hilfsbereite Nachbarinnen und Nachbarn als Helfer registriert sowie Unfall- und haftpflichtversichert werden. Die Servicestelle bestätigt die Tätigkeit, damit eine Kostenerstattung durch die Pflegekasse erfolgen kann. Die Kostenerstattung für Nachbarschaftshilfe ist kein richtiges Honorar, sondern eher eine bescheidenen Aufwandsentschädigung, aber immerhin eine Anerkennung der Tätigkeit.

Über diesen Schwerpunkt hinaus sollen die Servicestellen Schulungen und Beratung zur Unterstützung in der Häuslichkeit anbieten. Die Servicestellen sollen laut Senatsmitteilung Anfang 2017 ihren Betrieb aufnehmen