Harburg
Tötensen

Tötensen diskutiert Standorte für die Feuerwehr

Drei Flächen sind für den Neubau des Gerätehauses in der engeren Wahl – Gemeinderat entscheidet

Tötensen. Die Diskussion um einen neuen Standort für das Feuerwehrgerätehaus am Woxdorfer Weg in Tötensen war zuletzt ziemlich festgefahren. Jetzt wird das Thema neu angestoßen. Zwei Jahre lang dauerte die Suche nach Alternativen zum Feuerwehrstandort in Tötensen. Drei Standorte stehen nun noch zur Wahl.

Das Feuerwehrhaus am Woxdorfer Weg ist nicht mehr zu halten, weil es längst nicht mehr den heutigen Anforderungen an so ein Gebäude erfüllt. Das hatte die Feuerwehrunfallkasse bemängelt. Dazu zählt unter anderem, dass sich die Umkleideräume im Obergeschoss befinden und das Gebäude nicht groß genug für moderne Löschfahrzeuge ist.

Eigentlich sollten mittelfristig die Standorte der Wehren Tötensen und Leversen zusammengelegt werden. Doch dafür ließ sich keine geeignete Fläche finden, Verhandlungen mit Grundstückseigentümern scheiterten. Zudem sehen die beiden Wehren eine solche Fusion nicht gerne, weil sie damit längere Wege zu den Einsätzen in Kauf nehmen müssten.

Jetzt müssen sich Politik und Verwaltung zwischen diesen drei Standorten entscheiden: Westerhöfer Straße, Waldtreppe oder Hagemannsweg.

Der Standort an der Westerhöfer Straße, Kreisstraße 52, ist für Einsätze gut gelegen. Alle Gebäude in der Ortschaft sind in einem Radius von 1,5 Kilometern zu erreichen, hat die Gemeindeverwaltung berechnet. Was gegen den Standort an der Stelle spricht, sind die Kosten. Um das Feuerwehrgerätehaus dort zu bauen, müsste die Gemeinde das Grundstück kaufen.

Die Fläche an der Waldtreppe hingegen gehört der Gemeinde. Dieser Standort war bislang auch immer der Favorit der Feuerwehr Tötensen, da die Einsatzkräfte ganz in der Nähe wohnen. Langfristig ist aber auch dieser nicht ganz optimal, da er mitten im Wohngebiet liegt und die bebauten angrenzenden Flächen keine Erweiterung zulassen. „Dann kann man nicht ausweichen, falls die Fahrzeuge noch größer werden“, sagte Regina Lutz (SPD), Bürgermeisterin von Tötensen. Deshalb sei jetzt der Standort Hagemannsweg an die erste Stelle gerückt.

Damit würde die Feuerwehr Tötensen an den nördlichen Rand des Ortes, in unmittelbare Nähe der Hamburger Straße (K85) ziehen. Von dort aus könnte die Feuerwehr ihr Einsatzgebiet in Tötensen vollständig abdecken. Die Gebäude im Ortsteil Westerhof sind größtenteils 1,5 Kilometer entfernt. Der Eigentümer der Fläche ist mit einem Grundstückstausch einverstanden – er gibt die Fläche ab und bekommt dafür ein Grundstück in Westerhof.

Für welchen Standort sich die Politik letztlich ausspricht, können Bürger in der öffentlichen Sitzung des Feuerschutzausschusses und des Ortsrats Tötensen-Westerhof am Dienstag, 22. November, 19 Uhr, im Sitzungssaal des Rathauses, Bremer Straße 42, in Nenndorf verfolgen.