Harburg
Winsen

Kaya (13) geht wieder zur Schule

Auch die Haare sind nachgewachsen: Seit gestern geht Kaya (13) wieder zur Schule

Auch die Haare sind nachgewachsen: Seit gestern geht Kaya (13) wieder zur Schule

Foto: privat / HA

Normalität kehrt zurück in das Leben des an Leukämie erkrankten Mädchens. Nun soll alles gut werden.

Winsen.  Es ist eine dieser Nachrichten, die selbst einen trüben Herbsttag ein wenig heller erscheinen lassen: Kaya (13), das Mädchen aus Scharmbeck, das 2014 an Leukämie erkrankte, geht seit gestern wieder in die Schule, genauer: in die 8. Klasse der Integrierten Gesamtschule Roydorf (Winsen).

Was sie und ihre Familie durchgemacht haben, lässt sich kaum ermessen. Denn als sie schon dachte, das Schlimmste hinter sich zu haben, kehrte der Blutkrebs zurück.

Ihr Schicksal hat viele bewegt. Als Familie, Freunde und die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) auf der Suche nach einem passenden Knochenmarkspender im März zu einer Typisierungsaktion eingeladen hatten, machten sich 2800 Spender auf den Weg in die Grundschule Pattensen – eine überwältigende Resonanz. Im April dann wurden die Stammzellen transplantiert, ohne die Kaya nicht hätte überleben können, obwohl sie bereits mehrere Chemotherapien hinter sich hatte.

Ende Mai schließlich durfte sie die Uniklinik Eppendorf verlassen. Seither kehrt die Normalität stückweise zurück in das Leben des Mädchens und ihrer Familie. Seit den Sommerferien wurde Kaya ein bis zweimal pro Woche von ihrer Klassenlehrerin zu Hause unterrichtet. Jetzt, mit dem Ende der Herbstferien, kam der nächste Schritt: die Rückkehr in die Schule, in ihre alte Klasse. „Ein Segen“, freut sich Großmutter Gaby Jähnke aus Garstedt: „So kommt sie in ihre gewohnte Umgebung.“

Ihre Enkelin müsse sich nach wie vor rantasten an ihr altes Leben, an Grenzen beim Essen zum Beispiel. „Sie ist noch sehr dünn, obwohl sie mit gutem Appetit isst“, erzählt ihre Oma. Und auch, dass das Mädchen ein neues Hobby entdeckt hat: „Sie kreiert und backt leidenschaftlich gerne Torten – obwohl sie selbst gar keine mag“. Die Familie freut auch das.