Harburg
Maschen

Und wie geht es jetzt weiter?

Brückenabriss ist wahrscheinlich. Gemeinde will Planungsgesellschaft ins Boot holen und Bürger beteiligen

Maschen. Nicht nur die Sperrung der Decatur-Brücke war auf der Seevetaler Ratssitzung Thema, sondern auch die Frage, wie es weitergehen soll. Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung votierten die Politiker dafür, den Abriss der Brücke einzuleiten.

Der dafür erforderliche Auftrag soll zeitnah an die Deutsche Bahn ergehen, die sich bereit erklärt hatte, die Planung zu übernehmen. Als Zeitraum setzt die Verwaltung mindestens vier bis fünf Jahre an, die Kosten liegen bei rund fünf Millionen Euro. Was die Finanzierung angeht, gibt es die Möglichkeit auf eine bis zu 75-prozentige Förderung nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz nur dann, wenn mit dem Abriss der alten Brücke auch der Neubau eines öffentlichen Ersatzbauwerks einhergeht. Verzichtet die Gemeinde auf einen Neubau oder schafft sie nur eine nichtöffentliche Binnenerschließung des Rangierbahnhofs, entfällt die Förderung.

Der Beschluss für einen Neubau fiel auf der Ratssitzung zwar nicht, die Politker votierten aber einstimmig dafür, die externe Planungsgesellschaft Sweco zu beauftragen, die Gemeinde bei der Alternativenprüfung für eine neue Wegeverbindung zwischen Maschen und Hörsten zu unterstützen.

In diesem Prozess sollen die Bürger und ihre jeweiligen Interessen berücksichtigt werden – in der Vergangenheit hatte es scharfe Kritik an der Verwaltung gegeben, die Bevölkerung nicht umfassend und rechtzeitig informiert zu haben.

Noch in diesem Jahr ist eine erste Informationsveranstaltung geplant. Sie soll allen Betroffenen die Möglichkeit geben, ihre Interessen zu vertreten. Auch eine Internet-Plattform wird eingerichtet. In einem anschließenden Dialog-Forum sollen die einzelnen Themenfelder dann bearbeitet werden, um am Ende, bestenfalls nach etwa einem Jahr, zu einem Ergebnis zu kommen.