Harburg
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Teilnehmerrekord bei Harburgs Kulturtag

Beate Trede und Thorsten Römer freuen sich über den Teilnehmerrekord am Harburger Kulturtag

Beate Trede und Thorsten Römer freuen sich über den Teilnehmerrekord am Harburger Kulturtag

Foto: Nadine Wenzlick / HA

26 Kultureinrichtungen– von der Sammlung Falckenberg bis zum kleinen Atelier – öffnen am 8. Oktober ihre Pforten.

Harburg.  Es klingt schon eine Portion Stolz mit, wenn Thorsten Römer über den Harburger Kulturtag spricht. „Angefangen hat alles im Jahr 2004. Professor Dr. Rainer-Maria Weiss war gerade Vorstand des Archäologischen Museums geworden und ich schwärmte ihm bei einem Treffen von der vielfältigen Kulturlandschaft Harburgs vor“, erinnert sich der ehemalige Geschäftsführer der Lühmanndruck Harburger Zeitungsgesellschaft, der heute selbst zum Vorstand des Museums gehört.

„Allerdings machte damals irgendwie jede Einrichtung ihr eigenes Ding. So kam die Idee auf, einen Tag zu organisieren, an dem sich alle gemeinsam präsentieren können. Wenn man überlegt, dass wir dieses Jahr bei 26 Teilnehmern sind, ist das schon ein toller Erfolg.“

Zum 13. Mal findet der Kulturtag am 8. Oktober statt, und tatsächlich könnte das Programm abwechslungsreicher kaum sein. Zwischen 12 und 20 Uhr erwartet die Besucher eine Mischung aus Theater, Ausstellungen, Führungen, Workshops, Vorträgen und Konzerten, die Harburgs kulturelle Attraktivität und seine Stärke als Kulturstandort deutlich macht. Egal ob alteingesessene Institutionen oder kleine Galerien und Ateliers – jeder präsentiert sich mit einem speziell auf den Tag zugeschnittenen Programm.

Die Sammlung Falckenberg der Deichtorhallen Hamburg bietet ab 12.30 Uhr halbstündige Führungen an, in der St. Trinitatis Kirche können Besucher einem umfangreichen Musikprogramm der Harburger Kantorei, der Musikgemeinde Harburg und der St. Trinitatisgemeinde lauschen und das Harburger Theater gewährt im Rahmen von Bühnenführungen einen Blick hinter die Kulissen.

Arbeiten der bekannten Harburger Künstlerin Hanne Darboven sind in der Galerie Lehmann zu sehen, Kunstschaffende von Kobalt-Kunst international e. V. werden im Atelier Phönix nicht nur ihre Werke präsentieren, sondern versprechen auch performative und clowneske Darbietungen, und im Kulturkiosk sind die „Stadtklänge“ des leider verstorbenen Künstlers Manfred Kroboth zu hören.

„Der Kerngedanke des Kulturtages ist es“, so Thorsten Römer, „dass auch Menschen, die sich sonst vielleicht nicht permanent für Kunst und Kultur interessieren, einen Einblick in die vielfältigen Angebote Harburgs bekommen.“ Deshalb kosten die Kulturtags-Pins, die als Einlassberechtigung dienen, auch nur 3 Euro. Der Kulturtag soll Lust machen auf mehr.

Zum ersten Mal dabei ist das Kulturcafé Komm du in der Buxtehuder Straße. Neben Tanzperformances findet dort auch eine Ausstellung mit Arbeiten von Regina Elvers statt. Einen Besuch wert ist außerdem der SchauRaum. Die Künstlergruppe artplacement wendet sich mit ihrer Ausstellung „Alles immer neu“ gegen Festlegung und Beharren und erfindet sich durch ständigen Austausch immer wieder neu. Und wer noch nie davon gehört hat, dass die TU Hamburg im Besitz einiger bedeutender Kunstwerke ist, der sollte sich unbedingt der spannenden Führung um 12 Uhr und 14 Uhr anschließen.

Etwas Besonderes hat sich dieses Jahr auch das Archäologische Museum einfallen lassen. Vor dem Museum steht seit einigen Jahren ein Brunnen der Firma Thörl – er ist auch Teil des Harburger Kunstpfades und damit ein anerkanntes Harburger Denkmal. „Auf dem Brunnen befindet sich eine in den Stein gemeißelte Inschrift, die ein Experte für uns erst kürzlich entziffert hat“, verrät Beate Trede vom Archäologischen Museum.

„Wir fordern die Besucher des Kulturtags heraus, diese Inschrift zu entziffern.“ Museumsexperten geben von 12 bis 17 Uhr Tipps zur Lösung des kniffligen Rätsels, außerdem werden Gummistiefel bereit stehen, damit Besucher die Inschrift abpausen können. Aus den richtigen Antworten werden zehn Gewinner gezogen. Ihnen winken 5x2 Kombitickets für die neue Doppelausstellung „EisZeiten“, die am 18. Oktober startet, sowie fünf Plüsch-Mammut-Schlüsselanhänger.

Die Kulturtags-Pins sind in den einzelnen Ausstellungen, bei allen Haspa-Filialen im Hamburger Süden und am Hamburger Abendblatt Ticketshop im Phoenix-Center erhältlich. Am kommenden Samstag veröffentlicht das Hamburger Abendblatt eine große Übersicht mit allen Teilnehmern.