Harburg
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Maßnahmen gegen das Stauchaos im Hamburger Süden

Der Rückstau reicht bis in die Nebenstrecken, hier die Seevestraße

Der Rückstau reicht bis in die Nebenstrecken, hier die Seevestraße

Foto: Lars Hansen / xl

Die Baustellen sollen besser koordiniert werden: Die Bezirksversammlung fordert mehr Absprachen, schlauere Ampeln und viel mehr ÖPNV.

Harburg.  Das tägliche Stauchaos im Hamburger Süden sorgt in der Bezirksversammlung für Einigkeit über das gesamte politische Spektrum hinweg: CDU und Linke stellten einen gemeinsamen Antrag, in dem sie Gegenmaßnahmen fordern. Vor dem Hintergrund, dass diese beiden Fraktionen ihre öffentliche Kommunikation für gewöhnlich auf gegenseitige Provokationen beschränken, ist der gemeinsame Antrag eine kleine Sensation. Mit den Stimmen aller anderen Fraktionen wurde der Antrag einstimmig angenommen.

Den Anstoß zur Zusammenarbeit gab ein Dringlichkeitsantrag der CDU. Die Christdemokraten fordern darin, die Baustellen innerhalb der Stadt, sowie zwischen Hamburg und Niedersachsen besser zu koordinieren. Außerdem sollten die Ampelschaltungen den geänderten Verkehrsbedarfen intelligent angepasst werden.

„Soweit dieses kurzfristig nicht möglich sein sollte, ist die Verkehrslenkung vor Ort durch Fachpersonal vorzunehmen“, heißt es im Beschlusstext – sprich: Polizisten sollen an den Staukreuzungen den Verkehr lenken. Zu diesem Antrag hatten die Linken einen Zusatzantrag eingebracht. Sie fordern, den Öffentlichen Nahverkehr attraktiver und effizienter zu machen, um Autos von der Straße zu bekommen.

Konkret soll auf die Deutsche Bahn eingewirkt werden, ihre Fernzüge im HVV-Bereich auch für Inhaber von HVV-Fahrkarten nutzbar zu machen. Ähnlich ist die Bahn vor einigen Jahren schon einmal verfahren, als die S-Bahnen wegen eines Brandes ausfielen. Außerdem fordern die Linken, die P+R-Häuser Neugraben und Neuwiedenthal wieder gebührenfrei zu machen, um so Autofahrer dazu zu bewegen, möglichst früh auf die Bahn umzusteigen.

Die Gebührenpflicht für die P+R-Anlagen im Süderelberaum steht auch bei der CDU schon länger in der Kritik. So war die Brücke geschlagen und die CDU nahm den Zusatzantrag der Linken in ihrem Antrag auf.