Harburg
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Mütter verlieren Töchter am Bahnhof – es folgt ein Happy End

Diana, 9, und Kajal, 3, auf dem Polizeirevier Harburg

Diana, 9, und Kajal, 3, auf dem Polizeirevier Harburg

Foto: Polizei Hamburg

Ein ICE war mit den Müttern losgefahren – die Töchter blieben am Bahnsteig in Harburg zurück. Ein Imbissmitarbeiter vermittelte.

Hamburg. Zwei Kinder konnten am Mittwochmorgen in Harburg ihre durch eine unglückliche Fügung von ihnen getrennten Mütter wieder in die Arme schließen. Gegen neun Uhr war ein ICE mit den Frauen, 33 und 41, und dem Gepäck in Richtung Bremen abgefahren, obwohl die Töchter im Alter von neun und drei Jahren noch auf dem Bahnsteig standen.

Mädchen sprechen kein Deutsch

Eine Reinigungskraft entdeckte die Mädchen und alarmierte die Bundespolizei, die die Kinder auf das Revier brachte. Dort gingen die Schwierigkeiten weiter: Die Polizisten hatten keine Möglichkeit, den Iranerinnen, die keine Deutschkenntnisse haben, die Situation zu erklären, um sie zu beruhigen. Der Mitarbeiter eines Bahnhofsimbisses wurde deshalb zum Vermittler. Iraj Alimi, der über die entsprechenden Sprachkenntnisse verfügte, informierte die Kinder über den Aufenthaltsort ihrer Mütter, zu denen zwischenzeitlich ein Zugbegleiter Kontakt aufgenommen hatte.

Um Mütter und Töchter weder zusammenzubringen, hielt der ICE außerplanmäßig im Bahnhof Buchholz. Von dort aus fuhren die Frauen mit einem Metronom-Zug weiter nach Harburg, wo sie ihre Kinder in die Arme schließen konnte.