Harburg
Wilhelmsburg

Wohnhaus in Flammen – Bewohner gerettet

Polizisten händigen Anwohnern ihre Wohnungsschlüssel aus, damit sie die wichtigsten Dinge aus dem Haus holen können

Polizisten händigen Anwohnern ihre Wohnungsschlüssel aus, damit sie die wichtigsten Dinge aus dem Haus holen können

Foto: Jörg Riefenstahl / HA

Mieterin entdeckt frühmorgens Feuer im Wilhelmsburger Reiherstiegviertel. Schon vier Brände in drei Jahren.

Wilhelmsburg.  Ein Dachstuhlbrand am Vogelhüttendeich in Wilhelmsburg hat gestern die Hamburger Feuerwehr in Atem gehalten. Das Feuer war um 5 Uhr früh ausgebrochen. Als die Feuerwehrleute eintrafen, schlugen Flammen aus dem Dach. Das Gebäude, in dem 50 Menschen in 16 Wohnungen leben, wurde evakuiert. Verletzt wurde niemand.

„Ich bereitete das Frühstück für meine Tochter zu, als ich einen Knall hörte“, sagt Anwohnerin Selina B. (Name geändert), die im Obergeschoss wohnt. „Ich machte das Fenster auf und sah über mir Rauch und Flammen. Da habe ich meinen Mann geweckt. Wir haben die Feuerwehr gerufen, sind durch das verqualmte Treppenhaus gelaufen und haben die Nachbarn rausgeklingelt. Dann sind wir raus auf die Straße und haben uns in Sicherheit gebracht.“

Bewohner wurden am Stübenplatz in Großraumrettungswagen versorgt. Ein Mitarbeiter vom Bezirksamt bot Quartiere an. Mittags durften die Mieter kurz zurück in ihre Wohnungen. Viele verbrachten die Nacht bei Nachbarn und Freunden. „Vielleicht können die Bewohner heute schon wieder einziehen“, sagte Hausverwalterin Andrea Fröde. Sie lobt die Mieterin, die das Feuer entdeckt hat: „Sie war unser Engel.“

Die Brandursache steht noch nicht fest. Anwohner berichten, dass es schon viermal in drei Jahren auf derselben Straßenseite gebrannt habe. Ein Feuerwehrsprecher bestätigte mehrere Löscheinsätze.