Harburg

TUHH: Symposium zur Ölkatastrophe vor Mexiko

Angelika Hillmer
Ein Foto der  US-Küstenwache zeigt die brennende Ölplattform Deepwater Horizon im April 2010

Ein Foto der US-Küstenwache zeigt die brennende Ölplattform Deepwater Horizon im April 2010

Foto: Us Coast Guard,Handout / dpa

Symposium behandelt drei Themenbereiche: Es beleuchtet die Bedingungen am Tiefseeboden, diskutiert Apparaturen und Messtechniken.

Harburg.  Im April 2010 kam es zum Super-GAU des Öl-Business: Im Golf von Mexiko explodiert die Ölplattform Deepwater Horizon. Am Tiefseeboden treten monatelang enorme Ölmengen aus, weil das sprudelnde Leck nicht abzudichten war. Welche Folgen das Desaster noch heute hat und wie mit dem am Tiefseeboden herrschenden Hochdruck technisch umzugehen ist, beraten mehr als 40 internationale Wissenschaftler und Industrievertreter am 20. September auf einem Fachsymposium an der Technischen Universität Hamburg.

Geschätzt mehr als 700 Millionen Liter Rohöl flossen im Katastrophenjahr in den Golf von Mexiko. Noch heute sind die Folgen in dem Meeresgebiet zu spüren. Das wird ein Thema der Fachtagung sein. Aber es geht auch um Erkenntnisse, die helfen, zukünftig solche Havarien zu vermeiden oder zumindest besser zu beherrschen. „Ziel ist es, die physikalischen, chemischen, biologischen und geologischen Vorgänge während des Ölaustritts in der Tiefsee und die Folgen der Verschmutzung für die Umwelt zu untersuchen“, sagt Tagungsleiter Prof. Michael Schlüter.

Das Symposium behandelt drei Themenbereiche: Es beleuchtet die Bedingungen am Tiefseeboden, diskutiert Apparaturen und Messtechniken für Hochdruckverhältnisse und tauscht Erkenntnisse aus zum biologischen Abbau von Öl in der Tiefsee. Zum Abschluss wird der englischsprachige Film „Dis­patches from the Gulf“ gezeigt. Für die einstündige Dokumentation begleiteten die Filmer Wissenschaftlerteams auf einem der größten Forschungsunternehmen der Geschichte.

Die Filmvorführung „Dispatches from the Gulf“ startet am 20. September, 17.30 Uhr,
im TU-Gebäude K, Denickestraße 15.
Besucher sind willkommen (Eintritt frei)

( hi )

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