Harburg
Umwelt

"Batnight": Den Fledermäusen auf der Spur

Fledermäuse in die Hand zu nehmen, ist den Experten vorbehalten. Im Flug kann man sie in diesen Tagen häufig sehen

Fledermäuse in die Hand zu nehmen, ist den Experten vorbehalten. Im Flug kann man sie in diesen Tagen häufig sehen

Foto: NABU/Schaller,Bernd (bs) / ja

Naturschutzbund bietet auch in Hamburg-Harburg und im Landkreis Führungen und Informationsveranstaltungen zur „Batnight“ an

Harburg.  Sie fliegen mit den Händen und sind dabei lautlos: Fledermäuse sind besondere Wesen und europaweit bedroht. In Hamburg leben 14 Arten, in Niedersachsen 19. Um Fledermäuse (englisch: bats) europaweit zu schützen, wurde 1994 die Konvention Eurobats verabschiedet. Seit 1997 ruft sie Naturschutzverbände auf, am letzten August-Wochenende mit Führungen und anderen Aktivitäten die Werbetrommel für die Flugakrobaten zu schlagen. In Deutschland organisiert der Naturschutzbund (NABU) die „Batnight“.

Auch im Hamburger Süden können Naturfans an der Europäischen Fledermausnacht teilnehmen, sofern es nicht regnet. Genau genommen sind es zwei Nächte: Am Freitagabend, 26. August, lädt der NABU-Süd vom Hamburger Landesverband zu einem Rundgang an der Außenmühle ein. Dort lassen sich regelmäßig Großer Abendsegler, Breitflügelfledermäuse, Wasserfledermäuse, Zwergfledermäuse und Rauhautfledermäuse sehen. Weitere Führungen sind am Sonnabendabend in Winsen, Buchholz und Neukloster bei Buxtehude geplant.

„Im Spätsommer suchen die meisten europäischen Fledermausarten nach geeigneten Winterquartieren, die ihnen für die kalten Monate ausreichend Schutz bieten. Daher kann man die Tiere an bestimmten Stellen nun besonders gut beobachten“, erläutert Guido Teenck, Umweltpädagoge beim NABU Hamburg. Mit einem sogenannten Batdetektor lassen sich die kleinen Flieger aufspüren, er macht ihre zur Ortung und Jagd ausgestoßenen Echolaute hörbar. Ansonsten heißt es: Genau hinschauen, denn die hiesigen Fledermausarten sind klein; ihre Körper messen oft nur fünf Zentimeter.

Fledermäuse sind in Deutschland seit 1936 geschützt. Dennoch befinden sich manche Bestände am Rand des Aussterbens. Hauptursache ist der Verlust von Lebensräumen. Alte Baumbestände mit Höhlen und Ritzen, in denen die Fledermäuse kopfüber hängend den Tag verschlafen, sind selten geworden. Fugen und Spalten an alten Gebäuden gehen durch Modernisierungen von Fassaden und Dächern verloren. Immerhin schreibt das Bundesnaturschutzgesetz vor, dass an derselben Stelle Ersatzquartiere geschaffen werden müssen.

Führung am Freitag, 26. August: Außenmühle, Treffpunkt 19.45 Uhr am Restaurant „Leuchtturm“, Am Außenmühlendamm 2 (kostenlos, um Spenden wird gebeten) Führungen am Sonnabend, 27. August: Winsen, 18 bis 22 Uhr ab Parkplatz Schweinemarkt am Altstadtring, Ecke Tönnhauser WegBuchholz,weitere Details unter www.nabu-buchholz.deBuxtehude/Neukloster Forst, 19 bis 22 Uhr, Treffpunkt Pfingstmarktparkplatz Lärchenweg in Neukloster