Harburg
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Alles wird schön – Angehende Ingenieure stellen aus

Alex Ibarez, aus Mexiko, schätzt das Malen als Abwechslung zu seinem Studium der Verfahrenstechnik.

Alex Ibarez, aus Mexiko, schätzt das Malen als Abwechslung zu seinem Studium der Verfahrenstechnik.

Foto: Stefanie Ender / HA

Das „Art Room“-Projekt der TU Harburg zeigt Werke in der „Alles wird schön“-Galerie in Heimfeld.

Heimfeld.  Kreative Ingenieurstudenten haben ihre Ideen zum Thema Wirklichkeit unserer Träume zu Papier gebracht. Ab Freitag, 18 Uhr, werden sie ihre Bilder, Fotografien und Collagen in der „Alles wird schön“-Galerie in Heimfeld ausstellen.

Eifrig sortiert er Fotos und bespricht die Details für die nächste Ausstellung. Farzad Sarfarazi kommt aus dem Iran, studiert Bioverfahrenstechnik an der Technische Universität Hamburg-Harburg und lebt seine kreative Ader in der Künstlergruppe der TU aus. Seit drei Jahren ist er beim „Art Room“-Projekt dabei, seit vergangenem September als studentischer Leiter der Gruppe.

In zwei Räumen der „Alles wird schön“-Galerie werden er und 39 weitere Studenten Collagen, Acryl- und Ölarbeiten auf Leinwand und in diesem Jahr auch Fotografien zeigen. Unter Anleitung der Heimfelder Künstlerin Andrea Rausch lernten die jungen Talente im Vorfeld unterschiedliche Techniken des Malens kennen. Jede zweite Woche besucht sie die Studenten und gibt Kunstseminare.

Als Farzad Sarfarazi noch im Iran lebte, widmete er sich der Kalligrafie. Nun kombiniert er die zarten Schriftzeichen mit Malerei. „Ich lerne hier kreativ zu denken. Ganz anders als im Ingenieurstudium, in dem der Kopf strukturiert arbeiten muss“, sagt er. Seit neuestem fotografiert er auch. Gemeinsam mit den anderen Fotografen des „Art Room“ unternimmt er Exkursionen, um das Auge zu schulen. In dieser Woche sind die Studenten in Buchholz unterwegs.

Das „Art Room“ Projekt ist ein wöchentlicher Treffpunkt für internationale und deutsche Studenten und TU-Mitarbeiter. Jeden Freitag von sechs bis neun Uhr sind sie gemeinsam kreativ. „Sonst trifft man Studenten aus anderen Ländern nur auf Partys, auf denen man sich nicht unterhalten kann. Hier sind die Gespräche tiefgründiger“, sagt Farzad Sarfarazi.

Etliche interkulturelle Freundschaften seien im „Art Room“ entstanden. Malgorzata Safari vom International Office der TU setzte sich vor fünf Jahren dafür ein, diesen Ort des kreativen Austausches zu schaffen.

Mittlerweile hat die Gruppe ein eigenes Atelier von der Uni bekommen. In einem ehemaligen Labor der Geotechnik stehen nun also Farbtöpfe, Pinsel und ein kleines Fotostudio. Das Projekt gewann den mit 1500 Euro dotierten Ditze-Preis.

Die Vernissage der Ausstellung findet am Freitag, 24. Juni, um 18 Uhr in der „Alles wird schön“-Galerie, Friedrich-Naumann-Straße 27 in Heimfeld, statt. Alle beteiligten Künstler werden da sein. Der Eintritt ist frei