Harburg
Feuerwehr-Übung

Feuerwehren und Klinik Winsen proben den Ernstfall

Feuerwehr übung im Krankenhaus Winsen

Feuerwehr übung im Krankenhaus Winsen

Foto: FF Winsen / HA

Feuer in der Klinik-Werkstatt, ein Gasaustritt, vermisste Senioren und brennende Sofas in der Chirurgie – zum Glück nur eine Übung

Winsen.  Die Feuerwehr und der Stab des Krankenhauses Winsen haben am Wochenende erfolgreich eine Großübung in den Räumen und Gängen sowie auf dem Dach der Klinik absolviert. Das angenommene Szenario: In der Werkstatt im Keller habe sich ein Feuer entwickelt. Gut zehn Minuten später käme es zu Stromschwankungen und zum Ausfall des MRT, was wiederum zur Folge hat, dass flüssiges Helium auf dem Dach abgeblasen würde. Das Gas wiederum würde Handwerker, die gerade mit Arbeiten auf dem Dach beschäftigt sind, verletzen.

Die beteiligten Wehren setzten ein Teleskopmastfahrzeug und ein Tanklöschfahrzeug für die Rettung der auf dem Dach befindlichen Personen ein. Gleichzeitig rückten Feuerwehrleute aus Winsen und Lüneburg in den Werkstattbereich in den Keller vor, um die Flammen zu bekämpfen. Die Laßrönner Wehr bereitete derweil den Patientenübergabeplatz vor.

Doch das Szenario sah noch weitere Überraschungen vor: Während die Feuerwehren mit der Rettung der Personen auf dem Dach und der Brandbekämpfung im Keller beschäftigt waren, meldete – nach Drehbuch– das benachbarte Seniorenheim telefonisch mehrere vermisste Bewohner, die sich im Keller aufgehalten haben könnten, weil der Durchgang im Keller von ihnen als Abkürzung zur Krankenhauskantine genutzt wird.

Weitere Retter mussten daraufhin über einen Schacht in die Kellerräume vordringen, um die Bewohner zu suchen. Später hieß es dann: Die ambulanten Chirurgie im ersten Obergeschoss ist verqualmt! Eine Sitzgruppe im Wartebereich brennt! An diesem Punkt kamen die Wehren Pattensen und Roydorf zum Einsatz. Unter Atemschutz brachten sie die Patienten über das Treppenhaus ins Freie. Schwierigkeit: Die bettlägerigen, zum Teil beatmeten Patienten auf ihren Matratzen durch das Treppenhaus ins Freie zu bringen.

Während der Übung stand der Krisenstab der Einsatzleitung ständig für eventuelle Rückfragen zur Verfügung. Ausgearbeitet und geplant hatte die Übung der Krisenstab des Krankenhauses und Winsens Ortsbrandmeister Jörg Micsek. Nach der Übung waren alle Beteiligten zu einem Essen mit Manöverkritik in die Kantine eingeladen. Einen besonderen Dank für die umfangreiche Vorbereitung und Ausführung der Übung richtete Winsens Ortsbrandmeister Jörg Micsek an die Verwaltungs- und Pflegedienstleitung, sowie an den Krisenstab des Winsener Krankenhauses.