Harburg
Winsen

Neue Therapie in Winsener Klinik soll Hüftschmerzen stoppen

Winsen. Die Orthopädie im Krankenhaus Winsen unter der Leitung von Chefarzt Dr. Heiner Austrup bietet eine neue Therapie von Hüftschmerzen an: die Hüft-Arthroskopie. Dieser minimalinvasive Eingriff eignet sich besonders bei Impingement, dem schmerzhaften Engpass-Syndrom. Aufgrund von genetischen Faktoren, aber auch infolge starker körperlicher Belastung, etwa Fußballspielen, kann es zu einem Missverhältnis im Hüftgelenk kommen. Oft entsteht am Schenkelhals ein knöcherner Vorsprung. Bei Bewegung stößt der Schenkelhals dann an den Rand der Hüftpfanne. Das tut nicht nur weh, sondern leistet einer Arthrose Vorschub.

Bedingt durch ein Missverhältnis in der Hüfte kann auch die Gelenklippe reißen. Klemmt die gerissene Lippe zwischen Beckenrand und Oberschenkelknochen ein, sind ebenfalls starke Beschwerden die Folge. Bei der Hüft-Arthroskopie können diese Einklemmungen beseitigt, die Gelenklippe refixiert und Knochenvorsprünge abgetragen werden. Die Operation, die nur wenige Kliniken anbieten und bei der das Krankenhaus Winsen mit Dr. Alexander Kurme vom Orthopädiezentrum Maschen kooperiert, verlangt große Erfahrung. Denn das Gelenk muss auf einem speziellen Extensionstisch auseinandergezogen werden, bevor die Operateure mit dem Arthroskop Zugang haben. Je nach Art des Eingriffs sollten Patienten das betroffene Bein im Anschluss an den Eingriff mehrere Wochen entlasten. Die Hüft-Arthroskopie ist nicht für jeden geeignet. Hat der Gelenkverschleiß bereits eingesetzt, empfiehlt das Orthopädie-Team nach wie vor eine Gelenkprothese.