Harburg
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TUHH-Professorin droht Student mit Entzug der Bachelor-Note

Ein Student weigerte sich, seine Bachelorarbeit zur Verwertung durch die Professorin freizugeben. Aus der 1 sollte dann eine 5 werden.

Harburg. Eine Professorin der Technischen Universität Hamburg-Harburg ist wegen Nötigung eines Studenten zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt worden. Der Student hatte sich geweigert, eine Einverständniserklärung zur Verwertung seiner Bachelorarbeit durch die Universität einzureichen, wie die Staatsanwaltschaft Hamburg mitteilte. Der Betroffene selbst sagt dazu: "Es ging um eine wissenschaftliche Publikation der Professorin, in die wesentliche Anteile meiner Bachelorarbeit einfließen sollten, ohne mich zu Zitieren oder daran zu beteiligen."

Daraufhin drohte die 39-Jährige im November 2015 dem Studenten, die bereits erfolgte Benotung mit 1,0 und damit das Erreichen der nächsten Studienstufe unter Vorbehalt stellen zu lassen. Ihm sei erklärt worden, die Note werde rückwirkend auf eine 5,0 geändert. Der Student, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, unterzeichnete schließlich die Erklärung. Rechtlich dazu verpflichtet war er jedoch nicht.

Die Professorin hat Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt. Am kommenden Dienstag soll der Fall vor dem Amtsgericht Harburg verhandelt werden.