Wilhelmsburg

Neue Eventlocation eröffnet am Jaffe-David-Kanal

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Thomas Sulzyc
Jan Matthiesen (l.) und Nima Fard betreiben die neue Eventlocation Hansekai am Jaffe-Davids-Kanal in Wilhelmsburg

Jan Matthiesen (l.) und Nima Fard betreiben die neue Eventlocation Hansekai am Jaffe-Davids-Kanal in Wilhelmsburg

Foto: Thomas Sulzyc

Caterer bietet 150 Plätze am Wasser, das Restaurant Hansekai Platz für Feiern. Warum die jungen Betreiber auf diesen Standort setzen.

Wilhelmsburg.  Rauer Beton in Loftästhetik auf der einen Seite. Graues Holz von Berghütten aus Oberstaufen an der Wand gegenüber. Deckenleuchten aus Kupfer schaffen warmes Licht. Der Hamburger Innenarchitekt Frank Theuerkauf hat Wilhelmsburgs neue Eventlocation gestaltet: das Restaurant Hansekai. Es liegt direkt am Ufer des Jaffe-Davids-Kanals. Bis zu 150 Gäste finden auf der riesigen Terrasse am Wasser Platz, dazu kommen 50 Plätze im Gebäude. Am Sonnabend war Voreröffnung für geladene Gäste. Am Montag, 2 Mai, steht es offen für alle.

Die Hamburger Gastronomen Nima Fard, 30, und Jan Matthiesen, 29, betreiben das Eventlokal. Sie bewirten Hochzeitsgesellschaften und andere private Feiern oder Tagungen. Laufkundschaft wird nicht den Weg zu ihnen finden, denn die Eventlocation liegt inmitten des neu errichteten Gewerbehofes „Jaffe 12“. Auf Szenetrubel sind die Caterer auch nicht angewiesen: Bei Veranstaltungen spiele die Entfernung keine Rolle, sagt Nima Fard. Kein Anlieger klagt, wenn die Band auf der Terrasse ordentlich aufdreht. Sein Geschäftspartner und er haben ein ähnliches Konzept zuvor in Norderstedt erprobt.

Jeder hat die Gelegenheit, Wilhelmsburgs neue Eventlocation in Betrieb zu erleben. Von Montag bis Freitag ist das Restaurant Hansekai von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Es bietet Frühstück und ab 10.30 Uhr Mittagstisch. Nima Fard und Jens Matthiesen haben damit vor allem die Mitarbeiter aus den umliegenden Betrieben im Auge. Die beiden jungen Gastronomen hätten aber nichts dagegen, sollte sich das Restaurant zu einem In-Lokal zum Ausgehen entwickeln: „Wir haben das Ziel, in einem zweiten Schritt, auch am Wochenende abends zu öffnen“, sagt Nima Fard.

Im Jahr wird die Küche etwa 260 verschiedene Gerichte auf den Tisch bringen. Die Speisekarte ist international: Flammkuchen, diverse Burgergerichte, Nudelspeisen und Salate. Der Klassiker der deutschen Gemeinschaftsverpflegung, die Currywurst mit Pommes frites, kostet 4,90 Euro. Das Bier gibt es zu 2,60 Euro und liegt damit auf Wilhelmsburger und nicht auf Gesamthamburger Preisniveau. Nima Fard, er stammt aus dem Iran, empfiehlt den Flamkuchen mit Zwiebeln, Feta und Peperoni.

Die Hansekai-Betreiber haben nicht zufällig den Weg nach Wilhelmsburg gefunden. Als Gastronomen beobachteten sie Veränderungen in den Stadtteilen, sagt Nima Fard. „In Wilhelmsburg ist die Spannung gestiegen“, sagt er. Man spüre, dass auf der Elbinsel etwas passiere.

Die Vorbereitungen für die Stadtteilentwicklung nach geplanten Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße im Jahr 2019 haben längst begonnen. In einem 49 Hektar großen Gebiet zwischen Jaffe-Davids-Kanal und Aßmannkanal sollen nach der Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße voraussichtlich im Jahr 2019 etwa 2000 zusätzliche Wohnungen entstehen. das quirlige Reiherstiegviertel wachse bis an den Jaffe-Davids-Kanal heran, sagt der Wilhelmsburger Bürgerschaftsabgeordnete Michael Weinreich (SPD). „Und wir sind als erste da“, frohlockt Gastronom Jens Matthiesen.

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