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200.000 Bienen arbeiten jetzt für die Umweltbehörde

Vier Bienenvölker sollen auf der Elbinsel Nektar sammeln. Die Umweltbehörde will auch für ihre Gründachstrategie werben.

Hamburg. In Hamburg könnte es bald Honig aus der Umweltbehörde geben. Auf dem Gründach des Amtes in Wilhelmsburg leben neuerdings vier Bienenvölker. Die bis zu 200.000 Insekten sollen nach Angaben der Behörde auf der Elbinsel Nektar für Frühblüher-Honig sammeln. Ziel sei es auch, auf die Bedrohung von Bienen und anderen Insekten durch Pestizide, Genmanipulation und schwindende Lebensräume aufmerksam zu machen.

Hummeln und Wildbienen sollen folgen

"Die Zahl der Insekten und auch der Honigbiene ist weltweit dramatisch gesunken", sagt Umweltsenator Jens Kerstan. Bienen als Bestäuber seien für die Natur und in der Landwirtschaft überlebenswichtig. Vorgesehen sei, dass demnächst auch Hummeln und Wildbienen auf dem Dach angesiedelt würden.

Mit dem Gründach will die Umweltbehörde als Vorbild für eine von ihr initiierte Strategie dienen, nach der bis 2020 rund eine Million Quadratmeter Dachfläche in Hamburg zusätzlich begrünt werden sollen. Jens Kerstan sagt: "Dachgärten machen unsere Stadt noch lebenswerter, sie verbessern das Klima, halten Regenwasser zurück und können auch für Insekten ein wertvoller und artenreicher Lebensraum sein."