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Rosengarten lehnt Bestattungen im Wald mit knapper Mehrheit ab

Rosengarten. Wieder war es eine emotionale Debatte und am Ende stand die knappe Entscheidung gegen einen Friedwald. Die Niedersächsischen Landesforsten hatten gemeinsam mit der Firma Friedwald GmbH vor, eine Bestattung unter Bäumen im Klecker Wald zu ermöglichen und wollten dafür 70 Hektar Wald ausweisen.

Die alternative Bestattungsform findet deutschlandweit immer mehr Zuspruch. Schon zu Lebzeiten suchen sich die Menschen einen Baum aus, unter dem sie beerdigt werden wollen. Nach dem Tod wird ihre Asche in einer biologisch abbaubaren Urne an den Wurzeln beigesetzt.

Doch die Niedersächsischen Landesforsten und die Friedwald GmbH scheiterten mit ihrem Plan am Gemeinderat. Weder im Klecker Wald noch anderswo in der Gemeinde Rosengarten will der Rat eine Waldbestattung. Allerdings kann von einer deutlichen Mehrheit keine Rede sein. Nur eine Stimme gab den Ausschlag.

Sowohl Gegner als auch Befürworter fanden sich in allen Fraktionen, was sich leicht am Ergebnis ablesen lässt: Mit 14 zu 13 Stimmen lehnte der Gemeinderat in der geheimen Abstimmung eine Waldbestattung in der Gemeinde Rosengarten ab. Angesichts dieser knappen Entscheidung ist Michael Schnelle von den Linken überzeugt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis das Thema wieder aufkommt. „Die Friedhöfe werden es nicht schaffen, ein solches Angebot vorzuhalten“, sagte er.

Für den Ersten Gemeinderat Carsten Peters kam die Entscheidung gegen den Friedwald, nicht ganz unerwartet. Er kennt derartige, emotional geführte Debatten um den Klecker Wald bereits aus der Vergangenheit. Der Klecker Wald liegt den Bürgern offenbar besonders am Herzen. „Es wäre eine Möglichkeit gewesen, sich hier im Wald beerdigen zu lassen. Es ist aber kein Weltuntergang, dass es diese Möglichkeit jetzt nicht gibt“, sagte er.