Harburg
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Brücke Hannoversche Straße wird abgerissen

Die 71 Meter lange Brücke Hannoversche Straße stammt aus dem Jahr 1956. Im zweiten Quartal 2017 soll die Straße voll gesperrt und mit den Abrissarbeiten begonnen werden

Die 71 Meter lange Brücke Hannoversche Straße stammt aus dem Jahr 1956. Im zweiten Quartal 2017 soll die Straße voll gesperrt und mit den Abrissarbeiten begonnen werden

Foto: Thomas Sulzyc

Im zweiten Quartal 2017 beginnt der Abbruch – die neue Überführung soll ein Jahr später fertig sein.

Harburg.  Bis heute noch nicht abgeschlossene Planungen der Deutschen Bahn für ein drittes Gleis auf der Strecke nach Cuxhaven im Bereich des Harburger Bahnhofes haben nach Angaben des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) die Arbeiten zur Instandsetzung der Brücke Hannoversche Straße verzögert. Mittlerweile habe das städtische Unternehmen einen Brückenneubau für alle Eventualitäten geplant.

Deshalb werde im zweiten Quartal 2017 der Abbruch der aus dem Jahr 1956 stammenden Brücke beginnen und die Hannoversche Straße voll gesperrt werden.

Das neue Brückenbauwerk soll dann bis September 2018 fertiggestellt sein. Das sagte der Projektleiter Helmut Gehlen im Stadtplanungsausschuss der Bezirksversammlung Harburg. Die 60 Jahre alte Brücke ist zurzeit für den Lkw-Verkehr gesperrt. Die Hannoversche Straße ist eine Nebenstrecke zur Autobahn 253 und stellt eine zusätzliche Verbindung zur Autobahn 1 dar.

Der Neubau wird mit 26 Metern Länge kürzer sein als die heute 71 Meter lange Brücke. Er wird sechs Meter breiter sein, insgesamt 30 Meter statt bisher 24 Meter. Die Brücke erhält einen zusätzlichen Fahrstreifen und einen Radfahrstreifen für die Hamburger Veloroute 11.

Ob die Deutsche Bahn tatsächlich ein drittes Gleis errichten werde, sei noch offen, sagt LSBG-Fachbereichsleiter Dietmar Gehrt. Damit die Instandsetzung der Brücke Hannoversche Straße beginnen könne, habe der Landesbetrieb einen Brückenneubau geplant, der alle Fälle berücksichtigt – gleichgültig, ob die Deutsche Bahn das Gleis baut oder nicht.

„Möglicherweise wird uns der Rechnungshof einmal vorwerfen, die Brücke fünf Meter zu lang gebaut zu haben”, sagt Dietmar Gehrt. Zu den voraussichtlichen Baukosten macht der Landesbetrieb aber noch keine Angaben.

Bei dem dritten Gleis würde es sich lediglich um ein „kurzes Stück” in Harburg handeln, sagt Harburgs Baudezernent Jörg Heinrich Penner. Züge ließen sich darauf abstellen, um anderen Zügen das Überholen zu erleichtern. Bedenken aus der CDU-Fraktion, das Gebäude des frühren Hauptbahnhofes der Stadt Harburg könnte in Mitleidenschaft gezogen werden, widerspricht der Baudezernent: „Nach den Plänen, die uns präsentiert wurden, ist nicht vorgesehen, wegen des dritten Gleises irgendein Gebäude des Harburger Bahnhofes abzubrechen.”