Harburg
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Spezialitäten aus aller Welt in einem Raum

Der sogenannte Food Court mit insgesamt elf gastronomischen Anbietern ist die neueste Attraktion im Phoenix Center

Harburg. Sambosa, die mit Lamm- oder Rinderhackfleisch gefüllten Teigtaschen aus Afghanistan, Sushi, das beliebte japanische Reisgericht mit rohem Fisch oder Fritten nach belgischer Art – die Spezialitäten der Küchen dieser Welt vereint eine neu geschaffene Gastromeile im Phoenix Center. Der sogenannte Food Court mit insgesamt elf gastronomischen Anbietern auf insgesamt 577 Quadratmetern eröffnet am Donnerstag, 17. März, und ist die neueste Attraktion des Einkaufszentrums in Harburg.

Das Erlebnis beim Essen und Trinken spielt bei den Besuchern von Einkaufszentren eine größere Rolle als bisher angenommen. Laut einer kürzlich veröffentlichen Studie der ECE Projektmanagement Gesellschaft, die das Phoenix Center betreibt, bildet mittlerweile das gastronomische Angebot bei 40 Prozent der Kunden das bedeutendste Entscheidungskriterium für einen Besuch im Haus. 89 Prozent der Gäste bleiben länger als eine Viertelstunde im Gastronomiebereich. Kulinarische Erlebniswelten eröffnen den Shopping-Centern zudem eine Möglichkeit, Punkte gegenüber den Wettbewerbern im Internet gut zu machen.

Die Untersuchung hat bei insgesamt 2500 Kunden und Mietern in den ECE-Einkaufszentren die beliebtesten gastronomischen Angebote ermittelt: Am ehesten greifen Besucher zu Cappuccino und anderen Kaffeespezialitäten (44 Prozent der Nennungen). Am zweitbeliebtesten sind asiatische Gerichte (37 Prozent). Auf den Plätzen folgen Fast Food wie Currywurst und Pommes oder Döner (35 Prozent), Sandwiches (27 Prozent) und italienisches Essen (26 Prozent).

Die ECE hat diese Erkenntnisse im neuen Food Court des Phoenix-Centers berücksichtigt: Mit „Tokyo Sushi“, „Immergrün“ (Salate), Zenthai (asiatische Küche), Mantuchi (afghanische Speisen), „Pommesfreunde“ und „Friesenjunge“ ziehen neue Anbieter ein. Die Läden „Ciao Bella“ (italienische Küche), „Manju“ (indische Speisen), „Mr. Phung“ (Chinesisches) und die Bosporos Lounge ziehen innerhalb des Centers um und siedeln sich in der Gastronomiemeile an.

Der Food Court bietet Platz für 300 Gäste, die in der Mitte sitzen, und zusätzliche Kundentoiletten. Die Designer haben eine bunte und farbenfrohe Kulisse in dem Raum geschaffen. So schätzen sie die Atmosphäre des Stadtteils Harburg ein. „Mit der Gestaltung wollen wir die Lebensfreude der unterschiedlichen Kulturen zum Ausdruck bringen“, sagt Centermanager Thomas Krause. Am Dienstag zeigte sich die neue Gastromeile noch als hektische Baustelle im Betrieb. Handwerker verlegten Böden, befestigten Platten und schraubten an Dekorationen. Schon am heutigen Mittwoch ist ein Probekochen vorgesehen, am Donnerstag folgt die Eröffnung.

Dem neuen Food Court im Untergeschoss kommt eine strategische Rolle als Frequenzbringer zu: Er soll die Kunden in die deutlich ausgebaute Fläche bringen. Zwei zusätzliche Ladenachsen sind entstanden. Insgesamt 2500 Quadratmeter zusätzliche Verkaufsfläche hat das Phoenix Center im Untergeschoss geschaffen. 30 Millionen Euro haben die Partner ECE, Deutsche EuroShop und die B&L Gruppe nach eigenen Angaben investiert.

Die Erweiterung bringt neue Läden mit sich: Gamestop wird im Phoenix Center unter den Namen „Zing“ Fanartikel zu Spielen, Filmen und fernsehserien verkaufen. Die dänische Designshopkette „Tiger“ wird einziehen, ein Anbieter für Geschenkideen mit allerlei kleinen Dingen für die Küche, das Bad, das Kinderzimmer oder das Büro folgen. Süßigkeiten und Eiscreme aus Dänemarkt wird der Laden „I lov it“ nach Harburg bringen.

Und was erwartet Centermanager Thomas Krause zur Eröffnung des Food Courts am Donnerstag? „Morgens viele neugierige Menschen“, sagt er, „und am Mittag viele hungrige
Menschen.“