Harburg
Hittfeld

Burg Seevetal wird für 6,5 Millionen Euro saniert

Die Burg Seevetal in Hittfeld muss umfassend saniert werden. Die Kosten dafür werden bisher auf 6,5 Millionen Euro  geschätzt

Die Burg Seevetal in Hittfeld muss umfassend saniert werden. Die Kosten dafür werden bisher auf 6,5 Millionen Euro geschätzt

Foto: Christiane Tauer / HA

Der Gemeinderat will das rund 30 Jahre alte Veranstaltungszentrum erhalten. Einrichtung eines Bürgertreffs wird geprüft.

Hittfeld.  Die Burg Seevetal ist gerettet. Der Gemeinderat hat am Donnerstagabend dafür gestimmt, das mehr als 30 Jahre alte Veranstaltungszentrum in Hittfeld zu sanieren, um es in seiner jetzigen Form im Wesentlichen weiterführen zu können. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus allen Ratsfraktionen soll nun prüfen, inwiefern ein Bürgertreff für Vereine, Senioren oder Jugendliche in das Gebäude integriert werden kann. Vorab soll deshalb geklärt werden, wie groß der Bedarf bei diesen Gruppen wirklich ist.

Da die Investitionskosten für den Umbau und die Unterhaltungskosten für den Betrieb möglichst gering sein sollen, müssen Einschränkungen für die Nutzung in Kauf genommen werden. Der Rat folgte mit diesem Votum wie erwartet dem interfraktionellen Antrag von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Freien Wählern und Axel Bittner, Die Linke. Es gab 22 Ja- und 16 Nein-Stimmen. Der Vorschlag der Verwaltung, die Burg für 6,5 Millionen Euro in ihrer jetzigen Form zu sanieren, also ohne Einrichtung eines Bürgertreffs, konnte sich ebenso wenig durchsetzen wie der Antrag der Gruppe CDU/FDP, die Burg nicht zu sanieren und in einer Planungswerkstatt über die zukünftige Nutzung des Grundstücks zu beraten.

„Wir freuen uns, dass die Vernunft gesiegt hat und die Burg erhalten bleibt“, sagt Ratsvorsitzende Angelika Tumuschat-Bruhn (SPD). Jetzt gehe es darum festzustellen, wie die Bedarfe für die Nutzung der Burg als Bürgertreff aussehen. CDU-Fraktionsvorsitzender Walter Schulz sieht die Niederlage seiner Gruppe gelassen. „Wir haben eben eine andere Sicht auf die Dinge.“ Er vermisse das finanzpolitische Denken. Zudem bedauere er, dass die Arbeitsgruppe nicht ergebnisoffen beraten wolle – dafür hatte sich auch Bürgermeisterin Martina Oertzen stark gemacht. Wie teuer die neue Variante Burg-Sanierung inklusive Bürgertreff wird, steht noch nicht fest. Zur nächsten Ratssitzung am 16. Juni sollen erste Ergebnisse der Arbeitsgruppe dazu vorliegen.