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Buchholz

FDP fordert intelligente Ampel

Die Lichtsignalanlage an der Einmündung der „Mühlenwege“ in die Bremer Straße ist veraltet

Buchholz. Vor allem im Berufsverkehr bilden sich auf der Bremer Straße in Buchholz lange Staus bis in Höhe der Autowerkstatt. Grund ist die Schaltung der Doppel-Ampelanlage an den Einmündungen des Steinbecker und des Seppenser Mühlenweges. Weil oft mehr Autofahrer in den Seppenser Mühlenweg abbiegen möchten, als die Aufstellfläche der Linksabbiegerspur hergibt, können auch die Geradeausfahrer nicht weiter, obwohl sie längst Grün haben.

Die FDP-Fraktion im Stadtrat fordert daher, die Steuerung der Ampelanlage umgehend zu erneuern. Wie in der Sitzung des Stadtplanungsausschusses deutlich wurde, wird der Neubau des Mühlentunnels länger als ursprünglich geplant dauern. Voraussichtlich sechs Jahre werden bis zur Fertigstellung noch vergehen.

Den anfänglichen Planungen zufolge hätte der Tunnel schon 2019 oder 2020 fertig sein sollen. Doch sowohl die Ausschreibung als auch die Planung musste im Nachhinein korrigiert werden.

In jedem Fall gehört zu den Tunnelplänen auch die Umgestaltung der beiden Einmündungen der „Mühlenwege“: Weil die neue Tunneltrasse östlich der jetzigen liegt, ist es möglich, aus zwei Einmündungen eine Kreuzung zu machen, die dann anstelle einer Ampelanlage einen Kreisverkehr erhält.

Fraktionschef Arno Reglitzky verweist auf eine Mitteilung der Verwaltung, wonach die Steuerung der Ampelanlage aus dem Jahr 1991 stammt und eine „intelligente Steuerung“ damit gar nicht möglich sei. „Es ist den Bürgern nicht zuzumuten, für weitere mindestens sechs Jahre diese steigenden Verkehrsstaus mit zunehmender Gefährdung von Menschen durch erhöhte Unfall-Risiken auch für Kinder, Schüler und Radfahrer hinzunehmen“, so Reglitzky. Die Kosten, die in dem Dringlichkeitsantrag mit rund 100.000 Euro angesetzt sind, könnten durch Umschichtungen im Haushalt freigemacht werden. Das sei bei anderen Projekten mit deutlichen größeren Haushaltsvolumina durchaus geschafft worden, meint Reglitzky. Umgerechnet auf die sechs Jahre bis zur Tunneleröffnung seien dies gerade einmal 17.000 Euro pro Jahr für mehr Sicherheit.