Harburg
Fischbek

Millionen für Fischbek aus Berlin

Der Bund hat gerade 1,14 Millionen Euro zur Sanierung der Uwe-Seeler-Halle locker gemacht

Der Bund hat gerade 1,14 Millionen Euro zur Sanierung der Uwe-Seeler-Halle locker gemacht

Foto: Lars Hansen / xl

Sanierung der Uwe-Seeler-Hallewird mit 1,14 Millionen Euro gefördert. Sportvereine freuen sich.

Fischbek.  Der Bund beteiligt sich mit einem Millionenbetrag an der Sanierung der Uwe-Seeler-Halle. Die ehemalige Bundeswehrsporthalle am verlassenen Kasernengelände in Fischbek wird seit dem Abzug der Streitkräfte aus dem Süderelberaum von den Sportvereinen des Stadtteils genutzt und unterhalten.

Kleinere und mittlere Reparaturen, um den Betrieb zu gewährleisten, hatten die Vereine in Eigenleistung und aus ihren Etats stets bestreiten können. Der Gesamtzustand der 1972 errichteten Halle war aber schon bei Übernahme nicht der beste und verschlechterte sich weiterhin.

„Wir haben Probleme mit dem Dach, die Sanitäranlagen müssen komplett erneuert werden und die Energiebilanz ist nach heutigen Maßstäben nicht mehr vertretbar“, sagt Florian Klein, stellvertretender Vorsitzender des TV Fischbek.

Die Handballabteilung seines Vereins ist Hauptnutzer der Halle. Außerdem sind die Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft und der FC Süderelbe hier aktiv. „Ich freue mich riesig, dass die Finanzierung aus Berlin geklappt hat. Jetzt sind noch die Stadt und der Bezirk am Zug, ihre zugesagten Förderungen zu geben und dann können wir loslegen.“

Das Geld aus Berlin wurde im Rahmen des Bundesprogramms zur Sanierung von Sport-, Jugend- und Kultureinrichtungen bewilligt. Selbstverständlich ist das nicht, weiß Metin Hakverdi, Bundestagsabgeordneter für Harburg, Wilhelmsburg und Bergedorf: „Über 1000 Projekte hatten Förderung aus dem 140-Millionen-Sonderprogramm beantragt. Nur 56 davon erhielten eine Mittelzusage.“

In Hamburg wird neben der Uwe-Seeler-Halle nur noch das Freie Theaterzentrum WIESE in Barmbek aus diesem Topf gefördert. Auch im Landkreis Harburg kann man sich freuen: Die Modernisierung des Hanstedter Waldfreibades wird ebenfalls aus dem Sonderprogramm bezuschusst (siehe Seite 5).

Der Uwe-Seeler-Halle kommt auch deshalb besondere Bedeutung zu, weil Fischbek mit den Neubaugebieten Vogelkamp, Fischbeker Heidbrook und Sandbek-West sowie dem Flüchtlingsquartier Aschenland ein großer Bevölkerungszuwachs bevorsteht. Schon jetzt hält der TVF hier Sportangebote für Flüchtlinge vor.

„Ich habe mich in Berlin für die Finanzierung der Uwe-Seeler-Halle eingesetzt“, sagt Hakverdi, Bundestagsabgeordneter für Harburg, Wilhelmsburg und Bergedorf. „Wir würdigen damit insbesondere das ehrenamtliche Engagement unserer Vereine, die sich mit viel Herzblut für den Erhalt der Uwe-Seeler-Halle eingesetzt haben.“