Harburg
Winsen

Bürgerinitiative empört, dass Fracking kein Thema bei der Raumordnung ist

Winsen. Die Bürgerinitiative (BI) „Kein Fracking in der Heide“ nimmt mit Befremden zur Kenntnis, dass sich Niedersachsen im Landesraumordnungsprogramm (LROP) nicht mit dem Thema Fracking befassen wird. Das sei bei der öffentlichen Erörterung des LROP am 17. und 18. Februar in Lüneburg mitgeteilt worden. Aus Sicht der Initiative werde so jedoch ein brennendes Problem der Sicherung von Infrastruktur und Lebensräumen ausgeklammert.

Die formalen Begründungsversuche durch die zuständige Referatsleiterin des Landwirtschaftsministeriums hält die BI für vorgeschoben und fadenscheinig. Die Raumordnung dürfe nicht wesentliche Themen der Sicherung von Gesundheit und Umwelt verschieben, bis Fakten geschaffen seien und jegliche weitere Raumordnung ihren Sinn verliere, hieß es. „Wir sind irritiert, dass die Landesregierung lautstark ihre Fracking-kritische Haltung verkündet, aber kneift, wenn sie im Rahmen ihrer Zuständigkeit entsprechend handeln könnte und müsste“, sagt Ingo Engelmann von der BI.

Für den Landkreis Harburg würde die Verweigerung der Raumordnungsbehörde aus Sicht der BI bedeuten, dass es schwerer wird, die Trinkwasservorräte in den eiszeitlichen Rinnen vor Bedrohung durch Bohrungen und Fracking zu schützen. Die modernen, chemisch unterstützten Techniken würden das Risiko von Verunreinigungen des Wassers erhöhen.