Harburg
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Schulranzen-Sets für die Flüchtlingshilfe

Da freuten sich alle: die Kinder Ahmad, Ibrahim, Belphin, Adna und Muaz

Da freuten sich alle: die Kinder Ahmad, Ibrahim, Belphin, Adna und Muaz

Foto: Katharina Geßler / HA

Insgesamt 500 solcher Sets im Wert von 20.000 Euro spendete der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), 100 davon für die DRK-Flüchtlingshilfe in Harburg.

Harburg.  Schätzungsweise 350 schulpflichtige Kinder leben aktuell in den sechs Erstaufnahmeinrichtungen des Deutschen Rotzen Kreuzes (DRK). Fünf von ihnen – Ahmad, Ibrahim, Belphin, Adna und Muaz, sechs bis 10 Jahre alt – waren gestern zu Gast beim Harburger DRK und staunten nicht schlecht: Ihnen wurden Schulranzen geschenkt, samt Federtasche, Etui, Trinkflasche, Brotbox, Turnbeutel und einer CD mit dem Titel „Erster Schultag“.

Insgesamt 500 solcher Schulranzen-Sets im Wert von zusammen 20.000 Euro spendete der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), 100 davon der DRK-Flüchtlingshilfe in Harburg. Der Rest geht an andere Einrichtungen in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.

Andreas Breitner, Direkt des Verbandes, dem allein in Hamburg 93 Wohnungsgenossenschaften angehören, erklärte, warum ihm diese Spendenaktion so wichtig ist: „Bildung ist ein entscheidender Schritt in Richtung Integration.“

Und ohne diese Schulranzen bliebe den meisten der Flüchtlingskinder nichts anderes übrig, als sich Hefte, Stifte und was sonst noch so gebraucht wird, unter den Arm zu klemmen. Harald Krüger, Chef des Harburger DRK, sieht es ähnlich. Die Schulranzen-Sets seien großartig, sie erleichterten den Kindern den Start in den wichtigen neuen Lebensabschnitt: „Damit können sie gleich loslegen.“

Es war offensichtlich, dass die Jungen und Mädchen, die die neuen Ranzen gestern schon bekommen haben, genau das auch am liebsten gleich getan hätten: Sie packten ihre Ranzen aus, staunten über bunte Stifte in der Federmappe und ließen sich von Melanie Kade, Sozialpädagogin beim DRK erklären, wozu Brotbox und Trinkflasche gut sind.

Wenn die Kinder ihre Freude auch noch nicht in (deutschen) Worten ausdrücken konnten, wie dankbar sie waren, sah man ihnen an: Sie strahlten übers ganze Gesicht.