Harburg
Asklepios Klinik Harburg

Neuer Chef der Herzchirurgie rechnet mit 400 Patienten im Jahr

DR. Michael Laß (r.) mit Stefan Hein in der Asklepios Harburg

DR. Michael Laß (r.) mit Stefan Hein in der Asklepios Harburg

Foto: Asklepios / HA

Dr. Michael Laßübernimmt wichtige Abteilung der Asklepios Klinik. Im März wird ein zweiter Operationssaal in Betrieb genommen

Harburg.  Die Herzchirurgie an der Asklepios Klinik Harburg wird ausgebaut – und hat einen neuen Chefarzt. Dr. Michael Laß soll die Abteilung für Herzchirurgie zukünftig verstärken. Bereits zuvor war Laß als Oberarzt für die Integration der ehemaligen CardioCliniC Eimsbüttel am Harburger Krankenhaus verantwortlich. Nun leitet er die Abteilung und bildet mit Dr. Britta Goldmann, Chefärztin der Kardiologie, das interdisziplinäre Herz-Team. Ab 1. Februar ergänzt dann Dr. Torsten Hanke als leitender Oberarzt die Herzchirurgie.

Patienten wie der Harburger Stefan Hein sollen von der wohnortnahen Rundum-Versorgung profitieren. Bis vergangenen Sommer lief für den Harburger IT-Berater alles nach Plan. Doch plötzlich war er oft müde und schlapp, litt phasenweise an Sprachstörungen. Dass der 55-Jährige jetzt wieder durchstarten kann, verdankt er auch den Experten des Asklepios Klinikums Harburg.

„Verdacht auf Schlaganfall – das war für mich natürlich eine Schockdiagnose“, erinnert sich Hein an seinen Aufenthalt auf der Stroke Unit. Doch die Ärzte konnten einen Schlaganfall ausschließen, ein Konsil beim Heart-Team des Klinikums ergab, dass Hein an einer Mitralklappeninsuffizienz – einer Schwäche der Herzklappe – litt. Die Insuffizienz schritt schnell soweit fort, dass Hein im Dezember erneut im Asklepios Klinikum Harburg vorstellig wurde. In einer vierstündigen Operation wurde die Mitralklappe repariert.

Patienten wie Stefan Hein mussten bislang weite Wege auf sich nehmen. „Dass ich jetzt in Harburg alle Experten vor Ort habe, ist mir wichtig. So kann mich meine Familie schnell besuchen, der Stress wird dadurch für alle weniger“, sagt der Familienvater.

Laß und sein Team rechnen in diesem Jahr mit mehr als 400 herzchirurgischen Patienten in der Harburger Klinik. Im März wird deshalb ein zweiter Operationssaal mit direkter Anbindung an den Zentral-OP in Betrieb genommen.