Harburg
Stadtteilentwicklung

Das Asklepios Klinikum Harburg wächst weiter

So soll sich das  Asklepios Klinikum Harburg nach der Vollendung des zweiten Bauabschnitts – vom Eißendorfer Pferdeweg aus gesehen – präsentieren

So soll sich das Asklepios Klinikum Harburg nach der Vollendung des zweiten Bauabschnitts – vom Eißendorfer Pferdeweg aus gesehen – präsentieren

Foto: Asklepios KH / HA

Im Frühjahr dieses Jahres soll der Start des zweiten Bauabschnitts erfolgen. 36 Millionen Euro stehen dafür bereit.

Heimfeld.  Das Asklepios Klinikum Harburg (AKH) setzt seinen Transformationsprozess zum größten und modernsten Krankenhaus der südlichen Metropolregion fort. In Kürze wird der Start des zweiten Bauabschnitts auf dem Gelände am Eißendorfer Pferdeweg erfolgen. Bei dem zwei weitere neue Baukörper entstehen sollen, die das Bild des Klinikums entscheidend prägen werden.

„Damit wird die Auflösung der einstigen Kasernenstruktur vollendet. Nach der Fertigstellung im Frühjahr 2019 werden dann alle klinischen Abteilungen in dem neuen Gebäudekomplex konzentriert sein und Krankentransporte quer übers Klinikgelände endgültig der Vergangenheit angehören“, sagt Marco Walker, geschäftsführender Direktor des Klinikums.

Die Stadt beteiligt sich mit weiteren 24,3 Millionen Euro

Möglich geworden war die rasche Realisierung des zweiten Bauabschnitts durch die Finanzierungszusage seitens der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Ende November vergangenen Jahres. Danach beteiligt sich die Stadt mit weiteren 24,3 Millionen Euro am Ausbau des AKH. Für den ersten Bauabschnitt waren bereits 30 Millionen Euro geflossen.

Das ist aber nur ein Teil der Gesamtfinanzierung. Nach 20 Millionen Euro für die erste Etappe investiert Asklepios nun weitere zwölf Millionen Euro aus Eigenmitteln. „Wir zeigen am Standort Harburg, wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privaten Unternehmen gelingen kann“, sagt Dr. Thomas Wolfram, Sprecher der Geschäftsführung der Asklepios Kliniken Hamburg. Die Stadt sehe ebenso wie Asklepios den steigenden Bedarf einer exzellenten medizinischen Versorgung für die Bewohner südlich der Elbe. „Deshalb sind wir der Gesundheitsbehörde dankbar für die große finanzielle Unterstützung“, so Wolfram.

Der Bauantrag für den Erweiterungsbau ist eingereicht, notwendige Abriss- und Gründungsarbeiten laufen bereits. „Wenn weiter alles nach Plan läuft, wird es im Frühjahr mit dem ersten Spatenstich losgehen“, wirft AKH-Chef Walker einen Blick voraus.

Die Kapazität steigt von 799 auf 868 Betten

Optischer Mittelpunkt wird ein Turm mit zehn Etagen sein, der vor allem den Stationen im dahinterliegenden Bestandsgebäude Erweiterungsflächen bietet. Er wird aber auch ein Schlaflabor, Isolierungsbereiche und neue Urologieräume aufnehmen. In den Flachbau mit begehbarer Dachterrasse links daneben werden die Klinik für Gefäßmedizin und die Lungenklinik einziehen. Künftig wird es aber auch eine eigene Geatrie-Abteilung mit 40 Betten und eine neue Geburtsklinik geben.

„Wir werden mit dem Erweiterungsbau unsere Kapazität von 799 auf 868 Betten und damit um etwa acht Prozent erhöhen“, berichtet Walker. Zweibettzimmer mit eigener Nasszelle wären dann Standard, ebenso wie durchgängige Barrierefreiheit. Überdies würden auch rund 250 neue Arbeitsplätze entstehen. „So wird der Medizinstandort Harburg deutlich gestärkt. Die Asklepios Klinik Harburg wird noch attraktiver für Patienten und neue Mitarbeiter. Vor allem aber werden die Patienten künftig noch besser versorgt“, ist Dr. Thomas Wolfram überzeugt.

Mit den umfangreichen baulichen Maßnahmen wächst das AKH zum drittgrößten Krankenhaus Hamburgs nach der Asklepios Klinik Nord Heidberg/Ochsenzoll und dem Universitätsklinikum in Eppendorf (UKE). Neben Airbus und dem Daimler-Werk gehört das AKH mit mehr als 1500 Mitarbeitern aus 53 Nationen auch zu den größten Arbeitgebern im Bezirk. Und mit 300 Azubis, das Gros im Gesundheits- und Pflegebereich, ist es auch einer der größten Ausbildungsbetriebe.

Gutes Fachpersonal als eine der größten Herausforderungen

„Ich denke, das AKH hat seine dramatischste Zeit hinter sich. Als wachsendes Krankenhaus in einem wachsenden Stadtteil baut es nicht nur seine räumlichen Kapazitäten, sondern auch sein medizinisches Leistungsangebot kontinuierlich aus und nimmt damit eine Vorreiterrolle ein“, sagt Marco Walker.

Für Harburgs Bezirksamtsleiter Thomas Völsch ist der Ausbau des Asklepios Klinikums Harburg ein Gewinn nicht nur für den Bezirk, sondern für die gesamte südliche Metropolregion: „Die Erweiterung steigert die Qualität der klinischen Krankenversorgung der Bürgerinnen und Bürger nochmals deutlich.“

Als größte Herausforderungen für die Zukunft sieht der Chef des Klinikums die Personalakquise und die noch bessere und schnellere Betreuung der ambulanten Patienten. „Der Faktor Mensch ist und bleibt die wichtigste Größe in unserer Arbeit. Deshalb brauchen wir nicht nur engagierte, sondern auch bestens ausgebildete Fachkräfte“, so Marco Walker.