Harburg
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Männer nach 25 Sprengstoffexplosionen in Haft

Ermittler untersuchen den Tatort in Cremlingen

Ermittler untersuchen den Tatort in Cremlingen

Foto: LKA Niedersachsen

Die Tatverdächtigen wollten offenbar einen Geldautomaten im Landkreis Harburg sprengen. Da griff das Landeskriminalamt zu.

Winsen. Gegen drei in Niedersachsen festgenommene mutmaßliche Panzerknacker ist am Freitag Haftbefehl erlassen worden. Dies sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes der dpa. Nach einer Serie gesprengter Geldautomaten waren die Männer aus den Niederlanden im Alter zwischen 19 und 25 Jahren in der Nacht zum Donnerstag in Winsen/Luhe gefasst worden. Die Ermittler schlugen zu, als die Verdächtigen ein als Tatwagen ausgemachtes und überwachtes Auto nutzen wollten.

In Niedersachsen war erst Mitte Dezember eine zehnköpfige Soko eingerichtet worden, nachdem in diesem Jahr bislang 25 Sprengungen registriert wurden. Die Ganoven leiten hierbei ein Gasgemisch in die Automaten und sprengen sie in die Luft. Dabei gibt es regelmäßig große Schäden.

Nach Angaben des LKA-Sprechers Frank Federau sind derzeit in Niedersachsen und bundesweit mehrere Gangster-Gruppen aktiv, die teils sehr rabiat vorgehen.

Wachsame Anwohner vereitelten in der Nacht zum Freitag indes in Heede im Emsland den Versuch von Panzerknackern, erneut einen Geldautomaten zu sprengen. Die Zeugen hätten zwei Männer bei dem Versuch, in die Bank einzubrechen, beobachtet und seien in Richtung des Wagens der beiden Verbrecher gegangen, sagte Federau. Obwohl die Polizei schnell vor Ort gewesen sei, hätten die beiden Täter noch in dem Wagen fliehen können. Die Ausrüstung mussten sie am Tatort zurücklassen. Sie konnten bislang nicht ermittelt werden. Die Fahnder suchen weitere Zeugen.

Zuletzt war in Emsbüren in der Nacht zum Dienstag ein Automat gesprengt worden. Mindestens zwei maskierte Täter hatten bei einer Bank ein Fenster aufgehebelt und ein Gasgemisch in den Automaten geleitet. Nach der Explosion flohen die Täter mit Geldkassetten.