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Tostedt

Rad-Aktivisten machen Station in Tostedt

Tostedt. Auf ihrer Fahrradtour von Kopenhagen zum Klimagipfel in Paris haben 22 Radfahrer im Alter von 18 bis 66 Jahren in Tostedt Zwischenstation gemacht. Ausgangspunkt der 1400 Kilometer langen Tour war Kopenhagen, denn da hatte 2009 der gescheiterte Klimagipfel stattgefunden.

Die Aktivisten setzen nun alle Hoffnungen auf mehr Engagement der Beteiligten an der diesjährigen UN-Klimakonferenz in Paris, dem Ziel der Radtour der „Cooperide“-Aktivisten. Am 5. Dezember wollen sie Paris erreichen. Dabei legen sie durchschnittlich 63 Kilometer pro Tag zurück. Ihre Botschaft, für die sie „strampeln“: Kohle und Öl im Boden lassen, um so eine lebenswerte Erde zu erhalten. Statt sich bequem ins Flugzeug oder in den Zug zu setzen, fahren sie mit dem Rad – und reisen frei ist von C02-Ausstößen.

In Tostedt hatte „Cooperide“ Kontakt aufgenommen zu Henry Holst, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Naturschutz in der Samtgemeinde Tostedt, der sich wiederum für Unterkunftsmöglichkeiten im Dojo des Todtglüsinger Sportvereins (TSV) eingesetzt hatte. Dort konnten sich die Radler in der Sauna von den Strapazen erholen und sich mit einer heißen Suppe kräftigen. Tostedts Samtgemeindebürgermeister Dr. Peter Dörsam nahm die Aktivisten, die auf der 46-Kilometer-Tour von Hamburg so manchen „Platten“ haben reparieren müssen, vor dem Rathaus in Empfang.

Unter den Radlern sind Aktivisten aus Dänemark, Norwegen, Schweden und Deutschland. Die Studentin Marie Storli, 23, aus Oslo erklärte ihre Motivation mit folgenden Worten: „Man muss sich selbst ein ehrgeiziges Ziel setzen, denn wenn wir es nicht versuchen, dann werden wir auch keine Lösungen finden.“