Harburg
Kultur

Speicher am Kaufhauskanal erhält 95.000 Euro aus Kulturförderung

Henry C. Brinker und Frau im Kulturspeicher

Henry C. Brinker und Frau im Kulturspeicher

Foto: Aline Braun

Das Geld kommt in der Hauptsache den Musikern zugute, einen Teil der Summe erhält der Speicher

harburg.  Mit gut 95.000 Euro aus dem Elbkulturfonds unterstützt die Hamburger Kulturbehörde ein avantgardistisches Kammermusikprojekt im Harburger Speicher am Kaufhauskanal. Das Geld kommt in der Hauptsache den Musikern zugute, einen Teil der Summe erhält der Speicher für seine Kosten bei Veranstaltungsdurchführung und Marketing.

In der Auswahl dieses und der anderen geförderten Projekte spiegeln sich verschiedene aktuelle gesellschaftliche Debatten wider. Themen der Projekte sind zum Beispiel die Lage von Flüchtlingen oder Inklusion, aber auch die Hamburger Stadtentwicklung und die zivile und künstlerische Erschließung neuer Räume, unter anderem im Hafengebiet. Spartenübergreifend nähern sich die Künstlerinnen und Künstler unterschiedlichen Aspekten und verleihen ihnen auf individuelle Weise Ausdruck. Die Jury unterstreicht mit ihrer Entscheidung die politische Aktualität der Themen. Sie möchte die künstlerische Auseinandersetzung mit ihnen fördern und die Etablierung neuer Orte für Künstlerinnen und Künstler in Hamburg unterstützen.

Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler: „Das stetig wachsende Interesse am Elbkulturfonds zeigt, dass Hamburg als Standort der Kunst- und Kreativszene weiter an Bedeutung gewinnt. Besonders freue ich mich, dass auch junge Künstlerinnen und Künstler zwischen Ausbildung und Berufseinstieg zunehmend in Hamburg eine Perspektive für ihre künstlerische Arbeit finden. Diese Entwicklung möchten wir auch in Zukunft unter anderem mit dem Elbkulturfonds unterstützen.“ Mit dem Trio Catch von Boglárka Pecze wird in diesem Rahmen das Projekt „Ear Catcher“ veranstaltet: Acht Konzerte von 2016 bis 2017 im Speicher am Kaufhauskanal. Das Trio Catch gehört zu den „Rising Stars“ der European Concert Hall Association.

Das nächste Ziel für Speicher-Geschäftsführer Henry C. Brinker ist die Finanzierung eines Flügels: „Wir suchen einen Stifter, der die Harburger Kultur fördern will. Mit der Unterstützung beim Kauf eines wertvollen Flügels können sich Kulturliebhaber mit Harburg-Bezug ein besonderes Denkmal setzen und werden zum Teil der Erfolgsgeschichte dieser besonderen Kulturspielstätte.“

Eigentümer des Speichers ist der gebürtige Harburger Rolf Lengemann. Der 71-jährige hat das Fachwerk-Gebäude aus Erbschaft übernommen und zu einem Kultur- und Architekturdenkmal ausgebaut.