Harburg
Buchholz

Hier wird das Gedruckte zum Leben erweckt

Pawel Popolski erklärt polnische Popkultur

Pawel Popolski erklärt polnische Popkultur

Foto: Stephan Pick / HA

Das Empore-Winterprogramm wartet mit Literaturprojekten und vielen musikalischen Überraschungen auf.

Buchholz.  Das gedruckte Wort auf die Bühne gebracht – das ist ein Schwerpunkt im Winterprogramm der Empore Buchholz, das ab heute erhältlich ist. Dass dahinter mehr steckt als eine im Sessel sitzende, vorlesende Person, versteht sich da von selbst. Denn oft sind die Literaturvorlagen schon den Weg über den Kinofilm oder das Hörbuch gegangen, wird der Text musikalisch untermalt, vom Autor selbst moderiert, oder das Publikum wird einbezogen.

Weit oben auf der Bestseller-Liste steht etwa Jan Weiller mit seinem Buch „Das Pubertier“. Er berichtet am 12. Januar live, was er mit seinen Kindern im Teenie-Alter durchmacht und spricht damit sicher auch etlichen Buchholzern aus der Seele. Leisere Töne schlägt Joachim Król an. Der Schauspieler („Tatort“, „Rossini“, „Wir können auch anders“) ist für eine konzertanten Lesung mit dem Roman „Seide“ von Alessandro Baricco zu Gast – er schildert die Reise eines Mannes auf dem Weg zu sich selbst.

An Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews kam in den frühen 80er-Jahren keiner vorbei. Populär waren nicht nur die von Grusel-Regisseur Alfred Hitchcock herausgegebenen Bücher der Reihe „Die drei ???“, sondern vor allem die Hörspieladaptionen. Justus-Jonas-Sprecher Oliver Rohrbeck kommt am 14. Februar nach Buchholz, um mit dem Publikum ein spannendes Abenteuer der drei Detektive zu erleben und anschließend selbst gemeinsam eine Geschichte zu erarbeiten.

In die Reihe „Vom Print auf die Bühne“ gehört auch die Lesung „11 Freunde live“ (23. Januar). Die Redakteure dieses Fußballmagazins, Jens Kirschneck und Philipp Köster, verraten, was vor dem Spiel und vor allem nach dem Spiel so abgeht, ohne dass die Zuschauer es mitbekommen. Und sie zeigen schonungslos, was die Kameras festhalten, obwohl es niemand sehen möchte – völlig vergurkte Interviews und popelnde Bundestrainer etwa.

Auch musikalisch hat die Empore viel neues, aber auch Dauerbrenner zu bieten. Ein Muss für Oldie-Fans ist der gemeinsame Auftritt von Rattles und Lords am 1. April, bei dem Erinnerungen an den legendären Starclub wach werden.

Diese Generation spricht auch die Band „The Magic Of Santana“ an, im Grunde eine „unechte“ Coverband, denn mit Gitarrist und Sänger Alex Ligertwood ist ein langjähriges Bandmitglied von Carlos Santana dabei (22. Januar). Einmal mehr zu Gast ist auch die NDR-Bigband als Kooperationspartner der Empore. Am 13. Februar präsentiert die Bigband den Trompeter Randy Brecker (Brecker Brothers).

Kabarett und Komik gehören fest ins Empore-Programm. So geben Kerim Pamuk und Lutz von Rosenberg Lipinsky dem Konflikt zwischen den Religionen Islam und Christentum eine humorvolle Note (8. Januar). Und die Musikgeschichte muss nach Ansicht von Pawel Popolski komplett neu geschrieben werden.

Nicht nur, dass „Dieter Bohlen klaut vom Polen“ den Titel „Cheri, Cheri Lady“, sondern Opa Popolski hat schon vor Jahrzehnten einen Musikstil erfunden, bei dem nur geredet wird, „der Raps-Musik“. Hinter Pawel Popolski verbirgt sich übrigens Achim Hagemann, der Hape Kerkelings Sketch- und Klavierpartner in der Reihe „Total normal“ war. „Der Popolski Wohnzimmershow“ läuft am 3. März.

Zur Einstimmung auf Weihnachten gibt es die Weihnachtsmärchen der Buchholzer Bühnen Parabol-Theater mit dem „Wunschpunsch“ und Steenbeeker mit „Aladin“, den Klassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, das Russische Nationalballett mit dem „Nussknacker“, die Donkosaken, die Irish Christmas Show und den Dauerbrenner „Wer nimmt Oma?“ von und mit Hans Scheibner. Doch alles ist nur ein kleiner Teil des Programms bis Anfang April.

Weitere Premieren und Wiederkehrer bereichern das Buchholzer Kulturzentrum. Alle Details gibt es unter der Homepage www.empore-buchholz.de, deren Design übrigens gerade überarbeitet worden ist.