Lüneburg

Matratzen-Depot wird eingerichtet

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Flüchtlingsunterbringung – Landkreis Lüneburg will für vom Land geforderte Amtshilfe gerüstet sein

Lüneburg.  Wenn es um die Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen geht, ziehen der Landkreis Lüneburg und seine Gemeinden an einem Strang: In einer Sondersitzung am vergangenen Freitag wurde den Kreisausschussmitgliedern die aktuelle Flüchtlingssituation in den Kommunen vorgestellt und die damit verbundenen Herausforderungen benannt. Oberbürgermeister und Bürgermeister sowie Bürgermeisterin Grit Richter informierten die Ausschussmitglieder über die aktuelle Lage und Perspektive in den jeweiligen Kommunen. Dabei betonten sie auch die ausgeprägte Willkommenskultur und das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger im gesamten Landkreis.

Vertreter der Kreisverwaltung stellten die aktuellen Fallzahlen bei der Flüchtlingsunterbringung in den jeweiligen Kommunen vor und gaben eine Einschätzung dazu, wie sich die Situation entwickeln könnte. „Momentan rechnen wir damit, dass sich bis Ende 2016 die Anzahl der Flüchtlinge im Landkreis wohl verdoppeln kann“, sagte Martin Wiese, Fachbereichsleiter Soziales im Landkreis. Die darüber hinaus aufzunehmenden Flüchtlinge in Rahmen von Notunterkünften in der Hansestadt Lüneburg und in der Gemeinde Amt Neuhaus wurden gesondert vorgestellt und erörtert, ebenso wie die eventuell noch aufzunehmenden Flüchtlinge im Rahmen der sogenannten Amtshilfe.

„Es ist damit zu rechnen, dass das Land den Landkreis Lüneburg auch 2016 zusätzlich zu einer Notunterbringung im Rahmen der Amtshilfe verpflichten wird“, ergänzte Landrat Manfred Nahrstedt, „die Hilfsbereitschaft ist nach wie vor groß bei uns, aber wir müssen uns nun Gedanken machen, wie wir die Unterbringung und Betreuung in Zukunft organisieren.“ Deshalb sucht die Kreisverwaltung derzeit nach Gebäuden, die für eine Unterbringung von Flüchtlingen geeignet sind. In Anbetracht der derzeitigen Lage wird ein kreiseigenes Depot mit Matratzen und anderen Hilfsmitteln eingerichtet, um für eine mögliche kurzfristige Notunterbringung im Rahmen von Amtshilfe vorbereitet zu sein. „Nicht zuletzt wollen wir natürlich auch unsere Gemeinden entlasten“, so der Landrat.

Der Landkreis Lüneburg richtet zudem eine feste Stabsstelle für die Koordination der Verteilung, Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen und Asylsuchenden ein, um diese Aufgaben künftig zentral bearbeiten zu können.

( lk/eb )

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