Harburg

Neue Liberale kritisieren die Olympiawerbung

Lutz Kastendieck

Harburg. Mit dem Versand der Abstimmungsunterlagen hat die heiße Phase für das Referendum zur Olympia-Bewerbung Hamburgs für die Spiele 2024 begonnen. Aus Sicht der Neuen Liberalen könne von einem transparenten Verfahren aber keine Rede sein.

„Unverblümte Werbeveranstaltungen des Senats sollen die Hamburger von einer wohl erwogenen Entscheidung abhalten“, kritisiert Kay Wolkau, Harburger Fraktionschef der Partei und zugleich Landesvorsitzender. Massiv mache der Senat Olympia-Werbung auf Bussen und Bahnen mit staatlichen Geldern. Hinzu kämen Finanzmittel der S-Bahn. „Die Gegner der Hamburger Olympiabewerbung haben diese Möglichkeiten nicht“, so Wolkau.

Mit bunten Bildern und beeindruckenden Zahlen würden die Hamburger bei Werbeveranstaltungen des Senats förmlich überflutet, moniert auch Wolkaus Fraktionskollegin Barbara Lewy. Das stehe im krassen Gegensatz zur Notwendigkeit einer guten Bürgerbeteiligung, die aber objektive Informationen und ergebnisoffene Diskussionen voraussetze. „Dass es hieran mangelt, wird schon an der Darstellung der kritischen Argumente in den Abstimmungsunterlagen deutlich“, sagt Lewy.

Eine faire Abstimmung sehe jedenfalls anders aus. „Wenn dann, wie jüngst in Harburg geschehen, mit den Stimmen der übergroßen Abgeordnetenmehrheit dazu aufrufen wird, beim Referendum mit Ja zu stimmen, setzt das dem Ganzen die Krone auf“, so Lewy und Wolkau unisono.

( luka. )

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