Flüchtlinge

Bündnis eröffnet Fahrradwerkstatt

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Rolf Zamponi
Mitglieder der Fahrradgruppe des Buchholzer Bündnisses für Flüchtlinge mit ihrem Leiter Hans-Christian Haack (4.v.r.) und den beiden Schülern Klaus Müller und Lars Henke

Mitglieder der Fahrradgruppe des Buchholzer Bündnisses für Flüchtlinge mit ihrem Leiter Hans-Christian Haack (4.v.r.) und den beiden Schülern Klaus Müller und Lars Henke

Foto: Rolf Zamponi / HA

Ehrenamtliche wollen gemeinsam mit Flüchtlinge, Obdachlose und Hartz-IV-Empfänger in einem Container in Buchholz Räder reparieren.

Buchholz.  Das Bündnis für Flüchtlinge hat jetzt seine erste Fahrradwerkstatt in der größten Stadt des Kreises eröffnet. Sie ist in einem im August aufgestellten, restaurierten Container auf dem Gelände der Unterkunft für Flüchtlinge eingerichtet. Gedacht ist sie aber nicht nur für , sondern auch für Obdachlose und Hartz-IV-Empfänger. „Das gehört eindeutig zu unserem Konzept“, sagte der Sprecher des Bündnisses, Heinrich Helms, am Sonnabend in Buchholz.

Geplant ist, dass die neun Mitglieder der Fahrradgruppe künftig dort gemeinsam mit den Interessenten die Zweiräder fit machen. Fertige Fahrräder können für 20 Euro erworben werden. „Wer abgeschoben wird oder das Rad nicht mehr braucht, kann es zurückgeben und erhält dann je nach dem Zustand des Rades Geld zurück“, sagte der Leiter der Fahrradgruppe des Bündnisses, Hans-Christian Haack. Zu der Gruppe zählen neun Personen.

Helfen soll bei den Reparaturen ein Ständer, der über eine Spende des Albert-Einstein-Gymnasiums angeschafft werden konnte. „Wir haben das Geld bei einem Varieté der Schule eingenommen“, sagte Lars Henke von der Schülervertretung des Gymnasiums.

Zu dem Ständer im Wert von 250 Euro konnten die Schüler weitere 250 Euro für gebrauchte Räder beisteuern. Zudem hatte auch der Discounter Lidl Ersatzteile für Fahrräder gespendet. Die fertigen Räder erhalten dann einen Pass. Dafür stehen Codier-Etiketten vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub zur Verfügung.

Neben den Reparaturarbeiten sollen vor allem die auch mit den Verkehrsregeln vertraut gemacht werden. Dazu hat der Bauhof der Stadt einige Schilder beigesteuert. Auf Flyern in verschiedenen Sprachen gibt es weitere Informationen zu dem Thema.

Derzeit hat die Fahrradgruppe im Bündnis genug zu tun, um die bereits vorhandenen Fahrräder aufzuarbeiten. Doch das wird sich ändern. „Denn wir erwarten zum Jahreswechsel mehr als 200 neue Flüchtlinge in der Stadt“, sagt Helms.

Um auch sie mit Rädern auszustatten, sind dann wieder neue Spenden nötig. Wer noch Fahrräder zu Hause hat, die er nicht mehr benötigt, kann sich im Rathaus unter der Nummer 04181/21 47 88 oder unter dem E-Mail-Adresse Heinrich.Helms@buchholz.de melden.

Im Bündnis für Flüchtlinge sind in Buchholz mehr als 300 Menschen engagiert, bis zu 150 unter ihnen sind auch aktiv. In der Stadt leben derzeit rund 90 Flüchtlinge.

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