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Winsens plant neues Baugebiet in Laßrönne für 13 Einfamilienhäuser

Im Landkreis Harburg ist Platz für neue Einfamilienhäuser knapp. Jetzt wird im Winsener Ortsteil Laßrönne ein neues Baugebiet ausgewiesen.

Im Landkreis Harburg ist Platz für neue Einfamilienhäuser knapp. Jetzt wird im Winsener Ortsteil Laßrönne ein neues Baugebiet ausgewiesen.

Foto: Corinna Panek

Ausschuss sieht Grundstücke mit je 700 Quadratmetern vor. Neue Familien sollen 2017 in ihre Häuser einziehen können

Winsen.  Die Kreisstadt ist weiter auf Wachstumskurs. Das Interesse an Einfamilienhäusern ist hoch. Daher hat der Planungsausschuss am Donnerstagabend ein neues Gebiet für solche Häuser auf den Weg gebracht. Es handelt sich um eine Fläche von insgesamt einem Hektar westlich des Neubaugebiets „zum Dornhagen“ im Ortsteil Laßrönne. Es steht auch auf der Prioritätenliste der Stadt. Der Beschluss fiel einstimmig.

Geplant ist, die Fläche in 13 Grundstücke für die einzelnen Häuser aufzuteilen. Jedes Grundstück wird etwa 700 Quadratmeter groß sein. Der Preis dürfte bei gut 100 Euro pro Quadratmeter liegen. „Wir beginnen jetzt mit der Planung für den Bebauungsplan, so dass von Mitte bis Ende 2017 an mit den Arbeiten an den Häusern begonnen werden könnte“, sagte Alfred Schudy, der Leiter der Stadtplanung von Winsen. Die neue Familien könnten dann im übernächsten Jahr einziehen.

Das Gelände gehört derzeit noch einem Privateigentümer, der es derzeit für die Landwirtschaft nutzt. Er ist aber zu Verhandlungen über einen Verkauf bereit, teilte die Verwaltung vor der Entscheidung im Ausschuss mit. Für die Fläche soll – wie häufig in der Kreisstadt – das städtische Partnerschaftsmodell angewandt werden.

Danach wird ein Drittel der Flächen von Baugebieten kostenlos an die Verwaltung abgegeben. Dort entstehen dann Straßen, Regenrückhaltebecken, Grünflächen oder Spielplätze. Das zweite Drittel erhält die Stadt, um die Grundstücke zu einem Vorzugspreis abgeben zu können. Für solche Grundstücke gilt in Winsen ein Punktesystem, nach dem Familien aus dem Ort oder auch kinderreiche Familien Pluspunkte bei der Vergabe erhalten. Das dritte Drittel der Fläche bleibt bei dem Eigentümer, der die Grundstücke dann frei verkaufen kann. Die Kinder der neuen Anwohner sollen auf die Schule Borsteler Grund gehen.

„Es ist ein attraktives Gebiet und wird sich schnell vermarkten lassen“, sagte Heidi Lühr (SPD). Bedenken aus dem Bereich des Naturschutzes wurden geprüft. Das gilt vor allem für die vier Horste von Weißstörchen, die in Laßrönne und Umgebung ansässig sind. Es stellte sich dabei jedoch heraus, dass das Plangebiet für die Störche als eher unbedeutend eingestuft werden kann.