Harburg
Winsen

Landkreis erwägt eigene Gesellschaft für Wohnungsbau

Weil es kaum noch Unterkünfte für Flüchtlinge gibt, will Verwaltung aktiv werden

Winsen. Im Landkreis Harburg reißt der Strom an Flüchtlingen nicht ab. Bis Ende Januar 2016 müsse man noch 1517 Neuankömmlinge aufnehmen, teilte Landrat Rainer Rempe auf der jüngsten Kreistagssitzung mit. Er hoffe, dass das ohne die Einrichtung von Notunterkünften funktionieren werde. Um das Problem des knappen Wohnraums zu lösen, überlegt der Landkreis nun, eventuell eine eigene Gesellschaft zu gründen, die für sozialen Wohnungsbau zuständig ist. Zumal es dabei ja nicht nur um Flüchtlinge gehe, fügte Rempe hinzu.

Auswirkungen hat die Flüchtlingskrise auch auf das Kreishaus in Winsen. Da dort der Raum zur Bearbeitung der Fälle knapp wird – insbesondere an den Tagen, an denen neue Flüchtlinge im Kreishaus ankommen –, sollen eventuell Container aufgestellt werden. Auch der Personalaufwand im Kreishaus wird steigen.

Dass sich die Situation im kommenden Jahr entspannt, hält Rempe für eher unwahrscheinlich. Ganz im Gegenteil: Da sich im Landkreis kein geeignetes Gebäude für die Einrichtung einer dezentralen Erstaufnahme befindet, könnte das Land Niedersachsen stattdessen die Quote an Neuzuweisungen erhöhen.