Harburg
Ausstellung

Ein Leben für die Bildhauerei

Das Lebenswerk der 91 Jahre alten Künstlerin Uta Falter-Baumgarten wird vom 15. Oktober bis zum 12. November im Privathotel Lindtner ausgestellt

Das Lebenswerk der 91 Jahre alten Künstlerin Uta Falter-Baumgarten wird vom 15. Oktober bis zum 12. November im Privathotel Lindtner ausgestellt

Foto: Lindtner / HA

Das Privathotel Lindtner in Harburg zeigt das Lebenswwerk der 91 Jahre alten Künstlerin Uta Falter-Baumgarten.

Harburg..  Das Geheimnis, wie eine künstlerische Arbeit entsteht, wird jetzt im Privathotel Lindtner Hamburg an der Heimfelder Straße 123, gelüftet. Die Bildhauerin Uta Falter-Baumgarten hat ihre Philosophie ebenso schlüssig wie griffig formuliert zusammengefasst: „Kunst entsteht, wenn Kopf und Hände zusammenarbeiten.“

Ihre Werke aus mehreren Jahrzehnten werden vom 15. Oktober bis zum 12. November im Foyer des Hotels zu sehen sein. Eröffnet wird die Ausstellung unter dem Titel „Stationen“ mit einer Vernissage am Donnerstag, 15. Oktober, um 19 Uhr. Im Mittelpunkt steht ein Vortrag der Leiterin der Kunststätte Bossard, Dr. Gudula Mayr.

Mit 16 Jahren begann die aus einer gutbürgerlichen Harburger Familie stammende Uta Falter-Baumgarten an der Hansischen Hochschule für Bildende Künste zu studieren, mit 20 ritt sie junge Pferde für das Militär, mit Ende 70 hatte sie noch ein eigenes Reitpferd und heute – mit 91 Jahren – macht die Bildhauerin immer noch Porträts, Plastiken und steht stundenlang mit den Gießern in der Bronzewerkstatt.

Für ihr Gesamtwerk erhielt sie im Jahr 2013 die vom Senat verliehene „Biermann-Rathjen-Medaille“, eine der höchsten Auszeichnungen, die von der Landesregierung an ihre Bürger verliehen werden kann.

Uta Falter-Baumgarten gilt als letzte lebende Schülerin des stark vom Jugendstil und vom Symbolismus beeinflussten Jesteburger Malers und Bildhauers Johann Michael Bossard, dessen Heim in der Nordheide sich zu einer Pilgerstätte für Kunstbeflissene entwickelt hat. Ihr Talent für plastische Porträts – vorwiegend aus Bronze – ist anerkannt und gezeigt werden auch Stillleben in Bronze, inspiriert von Max Beckmann.

Sie selbst fasst ihre künstlerische Arbeit so zusammen: „Meine Ausbildung, die Eindrücke in Dresden und mehrere Arbeitsaufenthalte bei dem Bildhauer Well Habicht in Darmstadt haben meine Arbeitsweise beeinflusst. Die Einbeziehungen organisch-vegetativer Formen in meine Figuren und Torsi sind immer wieder Anreiz und Motivation.“