Harburg
HR-Regional

K.o.-Argumente besser vermeiden

Der Landkreis Harburg ist, so wie ganz Deutschland, bei der Unterbringung von Flüchtlingen im Ausnahmezustand. Flexibel und unkompliziert muss jetzt nach Lösungen gesucht werden, wie den Menschen, die bei uns Schutz suchen, geholfen werden kann. Flexibilität in Notsituationen heißt aber nicht, dass in unserem Rechtsstaat alle Regeln des Zusammenlebens, die über Jahrzehnte gültig waren, über den Haufen geworfen werden können. Im Fall Vahrendorf sind das die Gesetze des Landschaftsschutzes.

Die Bürgerinitiative hat deshalb recht, wenn sie die Natur vor einer Bebauung schützen möchte, auch wenn Flüchtlinge in die Häuser einziehen sollen. Die Natur wäre unwiederbringlich zerstört, während die Häuser auch an einem anderen Standort, den es in Vahrendorf durchaus gibt, stehen können. Einzig darum geht es den Bürgern, die sich jetzt kritisch zu Wort melden.
Es ist ein K.o.-Argument zu sagen, dass der Naturschutz von ihnen nur vorgeschoben sei und sie in Wahrheit gegen Flüchtlinge kämpften. Dadurch werden Menschen leichtfertig in eine rechte Ecke gerückt, in der sie keinesfalls stehen.