Harburg
tostedt

Gemeinde in Not: Tostedt will bei Zuschüssen sparen

Maroder Friedhofsengel wird nicht restauriert, Sportförderung steht auf dem Spiel

tostedt. Das Geld wird knapp in Tostedt. Aufgrund der Erhöhung der Kreisumlage muss die Gemeinde pro Jahr 200.000 Euro mehr aufbringen. Zugleich stehen kostenintensive Investitionen an, wie beispielsweise der Neubau der Grundschule Todtglüsingen. Auch das marode Freibad soll voraussichtlich saniert werden. Ab 2017 weist der Finanzplan der Samtgemeinde Tostedt Fehlbeträge aus. Die Samtgemeinde spart nun, wo sie kann. Es steht sogar im Raum, die Sportförderung zu kürzen. Darüber berät der Kultur- und Sportausschuss der Gemeinde Tostedt am Dienstag, 14. Juli, 18 Uhr, im Sitzungsraum des Rathauses, Schützenstraße 26 a.

Auch bei den jüngsten Beratungen im Jugend-, Senioren-, Sozial-, und Sportausschuss war der eingeschlagene Kurs hin zur Einsparung zu erkennen. Die evangelisch-lutherische Johannesgemeinde in Tostedt hatte einen Zuschuss zur Restaurierung des Friedhofsengels vor der Kapelle in Tostedt beantragt. Dem Engel fehlen einige Teile und er hat Risse. „Eine Restaurierung wird dringend empfohlen“, erklärte Rüdiger Brummer, Vorsitzender des Friedhofsausschusses. Die Kosten belaufen sich auf etwa 10.000 Euro. „Für den Friedhof sind die Kosten zu hoch und die Kassen der Johannesgemeinde sind leer“, sagte Brummer.

Doch angesichts der angespannten Finanzlage lehnte der Ausschuss den beantragten Zuschuss von bis zu 5000 Euro ab. „Alle Ausschussmitglieder teilen die Ansicht von Herrn Brummer, dass der Friedhofsengel erhalten bleiben sollte“, erklärte Samtgemeindebürgermeister Peter Dörsam. „Aber unsere Problematik ist die Finanzlage.“

Jetzt soll der Engel zunächst abgebaut werden, damit er keinen weiteren Schaden nimmt, wenn er Wind und Wetter ausgesetzt ist. Die Johannesgemeinde hofft nun, die Restaurierung mit Hilfe von Spenden finanzieren zu können.

Auch für das Präventionsprojekt im Johanneskindergarten Im Stocken fließt noch kein Geld. Dabei handelt es sich um ein Sicherheitstraining, das Vorschulkindern zeigt, wie sie sich in gefährlichen Situationen richtig verhalten.

Bisher hatten die Eltern und der Kindergarten Im Stocken die Kosten für das erste Kindergartenhalbjahr gezahlt. Da das Projekt erfolgreich lief und der Kindergarten das Projekt auch im nächsten Jahr anbieten möchte, bat er um finanzielle Unterstützung in Höhe von 2000 Euro.

Doch auch da reagierte der Ausschuss zurückhaltend und vertagte die Entscheidung in den Samtgemeindeausschuss, der am Mittwoch, 22. Juli, zusammenkommt.