Harburg
DRK-Fundus

Scheck macht Kinder aus Tschernobyl glücklich

Foto: DRK / HA

„DRK-Fundus – Kaufhaus für alle“ unterstützt eine Aktion des Kirchenkreises Hittfeld. 1000 Euro für Kinder aus Tschernobyl.

Hollenstedt/Tostedt. Jedes Jahr haben 30 Kinder aus der Umgebung des ehemaligen Atomkraftwerks Tschernobyl die Möglichkeit in der Gemeinde Hollenstedt unbeschwerte Ferien zu machen. In jedem Jahr benötigt Pastor Fulko Steinhausen mindestens 8000 Euro an Spenden, um den Flug der neun- bis dreizehnjährigen Kinder sowie Ausflüge und eine gesundheitsfördernde Freizeit am Meer zu finanzieren.

Organisatoren des Projekts bedankten sich zudem für zahlreiche Sachspenden

Das DRK-Fundus – Kaufhaus für alle in Tostedt hat die Aktion des Kirchenkreises Hittfeld mit 1000 Euro unterstützt. Am Tag vor ihrer Abreise haben die Kinder mit Pastor Fulko Steinhausen, ihrer Dolmetscherin sowie Gasteltern das Kaufhaus besucht und den Scheck offiziell in Empfang genommen. Die Organisatoren des Projekts bedankten sich außerdem für zahlreiche Sachspenden, die das Kaufhaus zur Verfügung gestellt hatte.

Währenddessen konnten die Kinder einen Streifzug durch die Regale machen. Vor allem die vielen bunten Sommerhüte brachten ihnen viel Spaß beim Anprobieren. Und genauso wie sie die übrigen Kleidungsstücke und Spielsachen geschenkt bekamen, konnten die Kinder die Hüte gleich aufbehalten. Selbst 29 Jahre nach dem Reaktor-Unfall in Tschernobyl werden Kinder geboren, die radioaktiv belastet sind. Die meisten leben im Gebiet Gomel, etwa 120 Kilometer von Tschernobyl entfernt. Dort wird gegessen, was geerntet wird, noch immer sind die Lebensmittel radioaktiv belastet. Dadurch sind die Immunkräfte geschwächt und vier Wochen in unbelasteter Umgebung, untergebracht in Gastfamilien, bedeuten für die Kinder eine unbeschwerte Zeit.

Mit der Unterstützung konnte der Aufenthalt an der Nordsee realisiert werden

Pastor Steinhausen freute sich, dass mit der Unterstützung von Fundus der Aufenthalt an der Nordsee realisiert werden konnte. Sylvia Büsing und Frank Rehmers vom Fundus sind froh, dass sie helfen können. Frank Rehmers erinnert sich an seine Jugend, als die Eltern ihn nicht in den Regen auf die Straße lassen wollten und Angst um ihn hatten. „Ich habe das nach 29 Jahren noch im Kopf und für das kommende Jahr haben wir auch direkt Signale gesetzt“, erklärt er. Pastor Steinhausen bedauert, dass die Fluggesellschaften bei der Kontrolle des Gepäcks rigoros auf das Höchstgewicht von 20 Kilogramm achten. Die Erfahrung zeige, dass Tränen fließen, wenn der neue, inzwischen lieb gewonnene, Teddy am Flughafen zurück bleiben muss.