Harburg
Eißendorf

HSC Open: Tennisturnier-Team zieht Fazit

Die Turnierleitung: Marc Dallmeyer (v.l.), Manfred Günther, Annegret Czernay-Linneweber, Karsten Weber

Die Turnierleitung: Marc Dallmeyer (v.l.), Manfred Günther, Annegret Czernay-Linneweber, Karsten Weber

Foto: Lars Hansen / HA

Bei den HSC Open gab es aus Tradition nicht nur hochklassiges Seniorentennis, sondern auch hochmotivierte Ehrenamtliche.

Eissendorf. Wimbledon läuft noch. In einem anderen Tennis-Mekka wurden am Wochenende die Ergebnistafeln eingeholt. Die HSC Open auf dem Eißendorfer Rabenstein gehören zu den beliebtesten Seniorenturnieren Deutschlands. 147 Teilnehmer aus der ganzen Republik zeigten zum Teil hochklassiges Tennis (wir berichteten ). Jetzt können die Organisatoren etwas verschnaufen. Etwas, denn sie stellen das Turnier ehrenamtlich auf die Beine und müssen sich nun verstärkt dem widmen, was sie sonst so tun.

Viele Spieler reisen extra für die HSC Open nach Harburg

„So ein Turniertag hat bis zu 14 Stunden“, sagt Annegret Czernay-Linneweber, einzige Frau in der Turnierleitung. „Das ist schon etwas fordernd, aber es ist ja nur in den Turnierwochen so viel Arbeit .“

Gegenüber früheren Jahren hat mittlerweile der Computer den Organisatoren viel Arbeit abgenommen. „Die Zeiten, in denen die Spielpläne per Hand erstellt werden mussten, sind vorbei“, sagt Turnierchef Karsten Weber. Da ist es dann auch einfacher, Terminwünsche zu berücksichtigen oder sich auf andere Erfordernisse der Spieler einzustellen.“

Viele Spieler reisen extra für die HSC Open nach Harburg, buchen sich hier Zimmer oder kommen privat unter. Scheiden sie in der Hauptrunde aus, können sie in den Nebenrunden weiterspielen,. Zum Zuschauen sind sie nicht hierhergefahren. Auch mit dem Computer muss man da den Überblick behalten, und vor allem für die ansprechbar sein, die nicht ständig den Schirm im Blick haben. „Hauptsächlich sind wir Ansprechpartner für die Spieler“, sagt Annegret Czernay-Linneweber.

Turnierleitung sitzt im wintergartenartigen Anbau des Clubheims

Die Turnierleitung auf dem Rabenstein hat ihren Sitz im wintergartenartigen Anbau des Clubheims. Bei dem Wetter der letzten Woche hieß das für die Organisatoren: Schwitzen, wie in der Sauna – nur besser gekleidet. Einer schwitzte sogar noch auf dem Platz: Turnierchef Karsten Weber – er war auf dem Rabenstein bereits als Balljunge – spielte sich in seiner Altersklasse bis ins Finale.

Zwei Wochen verbrachte das Team gemeinsam auf der Tennisanlage. Den traditionsreichen HSC Open als Senioren-Leistungsklassenturnier ging ein einwöchiges, niederschwelligeres, Warm-Up-Turnier voraus. Auch für die Helfercrew war das mit 46 Athleten besetzte Vorturnier in Warm-Up. „Wir machen das, weil wir Spaß am Organisieren haben“, sagt Annegret Czernay-Linneweber., „insofern ist es auch keine Last.“

Platzwart und Fotograf waren ebenfalls 14 Tage im Dauereinsatz

Die Kombination von hohem sportlichen Niveau und familiärer Atmosphäre macht für viele Turnierteilnehmer den Reiz aus, sich extra für die HSC Open Urlaub zu nehmen und nach Harburg zu fahren. Allerdings hat auch bei Tennissenioren die Liebe zur Geselligkeit immer engere Grenzen. Zum Abschluss-Festessen blieben in den vergangenen Jahren immer weniger Tennisspieler. Die „neue“ Turnierleitung – Weber, Czernay, sowie Manfred Günther und Marc Dallmeyer machen das seit drei Jahren – hat deshalb die traditionelle Schweinshaxe am Freitag durch ein Spanferkel am Mittwoch ersetzt. Mittwochs gab es beim legendären und verstorbenen Turniervater Gerwin Maier sonst Forelle.

Ebenfalls 14 Tage im Dauereinsatz waren Platzwart Franjo Ljubokovic und Turnierfotograf Hans-Ekhard Fink. Ohne Turnier kümmert sich Ljubokovic nur morgens um die Plätze. In den zwei Turnierwochen über blieb er länger – falls etwas gewesen wäre.

Hans-Ekhard Fink hat das Tennis erst vor einigen Jahren für sich entdeckt – sportlich, wie fotografisch. Dennoch legt er, zumindest an der Linse, Profi-Maßstäbe an seine Arbeit. Einige seiner Bilder haben es auch schon ins Magazin des Hamburger Tennisverbands geschafft. „Ich fotografiere alle Teilnehmer einmal direkt vor dem Spiel und dann auf dem Platz“, sagt er.

Die Netze sind eingerollt, der Laptop eingeklappt. Nächstes Jahr gibt es die 34. HSC Open. Dieses Turnier ist vorbei. Aber Wimbledon läuft.