Harburg
Abiturienten

Neu Wulmstorfer nehmen an Ideen-Expo teil

Aus Neu Wulmstorf dabei: Jan Runge, Dennis Bauer, Robert Scheffler, Lehrerin Susanne Waszkewicz, Leon Thomann, Til-Maarten Schlage, Simon Heinke

Aus Neu Wulmstorf dabei: Jan Runge, Dennis Bauer, Robert Scheffler, Lehrerin Susanne Waszkewicz, Leon Thomann, Til-Maarten Schlage, Simon Heinke

Foto: Corinna Panek / HA

Sechs Neu Wulmstorfer Abiturienten nehmen in Hannover an der Ideen-Expo 2015, einer Messe für Nachwuchsforscher und -erfinder, teil.

Neu Wulmstorf.  Das Abitur ist bestanden, aber Ferien machen sechs Schulabgänger des Gymnasiums Neu Wulmstorf trotzdem nicht. Erst einmal nehmen sie an der Ideen-Expo 2015 in Hannover teil. Die Ausstellung bringt Schüler, Hochschulen und Unternehmen zusammen und stellt nach Angaben der Veranstalter „Exponate mit Erlebnischarakter“ vor.

Magnetschwebefahrzeug soll Truppe aufs Siegertreppchen bringen

Der Neu Wulmstorfer Beitrag von Jan Runge, Dennis Bauer, Robert Scheffler, Leon Thomann, Til-Maarten Schlage und Simon Heinke ist der Roboter MLV. Das steht für „Magnetic Levitation Vehicle“, sinngemäß „Magnetschwebefahrzeug“. Das Kernstück des Roboters mit Akku, Motor, Steuergerät und LEDs ist klein wie eine Zigarettenschachtel. Davon gehen vier etwa zehn Zentimeter lange, bewegliche Magnetfüße ab. Um den MLV zum Schweben zu bringen, braucht es eine Magnetplatte, die die Abiturienten noch besorgen müssen. So kann sich der MLV vorerst nur auf seine Füße stemmen. Bewegt wird der Roboter über eine Fernsteuerung per App.

Physiklehrerin gab den Anstoß zur Teilnahme

„Anfangs planten wir ein Heißluftballonprojekt“, sagt Robert. Aber Simon besaß einen „schwebenden Globus“, der auf Magnetismus beruht. Weil ohnehin die Mindestgruppen Stärke bei fünf Personen lag, taten sich schließlich die Sechs, die auch befreundet sind, zum Ideen-Expo-Team zusammen. Der Vorschlag zur Teilnahme kam von ihrer Physiklehrerin Susanne Waszkewitz. Seit Weihnachten tüfteln sie an ihrem Roboter – nachdem sie in die Auswahl der letzten 25 Schulen gekommen waren. Mehr als 170 Arbeitsstunden stecken in dem kleinen Gerät, ob Programmierarbeit, Metallbauarbeiten – „wir haben uns letztens mal versägt“ – oder auch Öffentlichkeitsarbeit. Ein denkbarer Einsatz eines solchen Robotertyps in groß wäre zum Beispiel in Transport und Logistik denkbar, um Energie durch weniger Reibung zu sparen.

Nicht alle wollen nach dem Abitur im Technik-Bereich arbeiten

Die Stiftung Niedersachsen Metall unterstützt das Projekt mit 600 Euro, der Neu Wulmstorfer Unternehmer Peer Schuback finanziert die Magnete. Der Schulverein zahlt die Team-T-Shirts für die Ideen-Expo, bei der es nochmals um 2500 Euro Preisgeld geht. Die Ideen-Expo findet vom 4. bis 12. Juli in Hannover statt, am 3. Juli werden die Neu Wulmstorfer anreisen und ihren Stand aufbauen. „Wir werden dort auch an einer Quiz-Show mit Ranga Yogeshwar teilnehmen“, berichten sie. In der Show „Wissen live“ soll dann eine Jungen- gegen eine Mädchengruppe antreten.

Wenn die Ideen-Expo vorbei ist, werden die sechs Neu Wulmstorfer ganz unterschiedliche Wege einschlagen. Nicht alle wollen später auch im technischen Bereich arbeiten. Dennis Bauer etwa hat sich noch nicht endgültig zwischen Verfahrenstechnik und Astrophysik entschieden, Leon Thomann möchte Lehrer für Politik und Englisch werden. Til-Maarten Schlage, in der Projektgruppe der Pressesprecher, möchte Theologie studieren und später Pastor werden. Jan Runge und Simon Heinke streben ein Informatikstudium an und Robert Scheffler das Wirtschaftsingenieurwesen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

www.ideenexpo.de