Harburg
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Bau-Künstler macht historische Arbeitswelten sichtbar

Der Hamburger Künstler Werner Krömeke wird ab 20. April 2015 von einem Floß aus die Außenfassade am Palmspeicher im Channel Hamburg nach einer alten Fotoansicht bemalen

Der Hamburger Künstler Werner Krömeke wird ab 20. April 2015 von einem Floß aus die Außenfassade am Palmspeicher im Channel Hamburg nach einer alten Fotoansicht bemalen

Foto: Jochen Gipp

Werner Krömeke zeigt Konzepte für künstlerische Installationen. Ab Freitag stellt er sie im Foyer des Channel 6 zwei Wochen lang aus.

Harburg. Zwei seiner Binnenhafen-Projekte sind bereits fertig: An der wasserseitigen Fassade und am Durchgang des Palmspeichers hat Werner Krömeke „Fenster in die Zeit“ geöffnet. Wer wissen will, was der Bau-Künstler noch alles geplant hat, kann sich ab Freitagabend zwei Wochen lang im Foyer des Channel 6, Schellerdamm 22-24, selbst ein Bild von Krömekes Visionen machen. Um 17.30 Uhr eröffnet er mit einer Performance seine Ausstellung „Historische Arbeitswelten sichtbar machen“. Die Ausstellung läuft bis zum 5. Juli und hat wochentags von 10-17, an Wochenenden von 14-18 Uhr geöffnet.

Krömekes Bau-Interventionen bestehen aus Wandmalereien, Fotografien und Objekten und sind auf lange Lebensdauer angelegt. „Dabei öffnet sich ein überraschender Blick in vergangene Zeiten und die stillen alten Fassaden erzählen jedermann von ihrer lebendigen Vergangenheit“, erklärt der Künstler seine Intention.

Grundlage der Werke sind immer historische Fotografien vom Originalschauplatz, die dort lebensgroß an die Wand gebracht werden. Diese Idee begeisterte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sofort zu einer großen Ausstellung der Hamburger Projektvorschläge in Frankfurt und erzeugte bei den Eigentümern der Bauten großes Interesse. Für Hamburg existieren ca. 10 Vorschläge für den Harburger Binnenhafen sowie das Nikolaiquartier – die Wiege des Hamburger Hafens. Im Rahmen des Hamburger Architektursommers haben die Geschichtswerkstatt Harburg e.V. und die Handelskammer Hamburg die Ausstellung organisiert.

Zur Eröffnung der Schau gibt es ein Grußwort vom Baudezernenten des Bezirks Harburg, Jörg-Heinrich Penner, sowie eine Performance am und auf dem westlichen Bahnhofskanal; mit der Künstler Krömeke die Vergangenheit noch etwas lebendiger werden lassen will. Jeweils sonnabends um 15 Uhr laden Werner Krömeke und Birgit Caumanns von der Geschichtswerkstatt Harburg zu einer Führung durch die Ausstellung sowie zu ausgewählten Beispielen der Industriearchitektur im Binnenhafen ein.