Harburg
Todesfall

Sänger Jim Ferguson auf der B3 tödlich verunglückt

Jim Ferguson, Gründungsmitglied der 70er-Jahre-Band „Hot Chocolate“

Jim Ferguson, Gründungsmitglied der 70er-Jahre-Band „Hot Chocolate“

Foto: privat / HA

Sänger Jim Larry Ferguson ist tödlich verunglückt. Es geschah auf der B3, als er mit der zweiten Fuhre für seinen Umzug unterwegs war.

Buchholz. Trauer um „Mister Soul“: Der Buchholzer Sänger Jim Larry Ferguson ist am Donnerstagabend tödlich verunglückt. Der Sänger, der sich zu den Gründungsmitgliedern der 70er-Jahre-Band „Hot Chocolate“ zählte, lebte seit vielen Jahren in Buchholz. In der Band, die durch Hits wie „You sexy thing“ oder „Everyone’s a winner“ bekannt wurde, spielte er Keyboard. Später war er, wie er auf seiner Homepage berichtete, mit Soul- und Jazz-Größen wie Stevie Wonder, Ella Fitzgerald oder Ray Charles, mit Musical-Inszenierungen und als Solo-Sänger unterwegs, trat vor Kennedy und Chruschtschow auf ebenso wie vor Prinz Charles und Lady Di. In Buchholz organisierte er Anfang der 2000er-Jahre ein großes Benefiz-Open-Air-Konzert.

Wie Fergusons Manager Georg Winstel aus Kaufbeuren (Bayern) mitteilte, wollte der Sänger dorthin umziehen und gemeinsam mit ihm neue Projekte anschieben. „Er war mit der zweiten Fuhre für seinen Umzug unterwegs, und wollte unbedingt allein fahren“, berichtete Winstel, der von der Mietwagenfirma von dem Unglück erfahren hatte, dem Abendblatt.

Laut Polizeibericht war Ferguson auf der B3 bei Schneverdingen aus ungeklärter Ursache mit dem gemieteten Sprinter auf gerader Strecke von der Fahrbahn abgekommen und gegen zwei Bäume geprallt. Er starb noch am Unfallort. Ferguson wurde 71 Jahre alt. Sein Manager ist fassungslos – auch über böse Gerüchte von Selbstmord bis Alkoholabhängigkeit. „Das ist völliger Unsinn. Jim war ein unglaublich netter, fröhlicher und hilfsbereiter Mensch und hat allen immer viel Freude bereitet.“ Sein letzter Wunsch war es, in seiner Heimat Nassau/Bahamas beerdigt zu werden. Jim Fergusons Sohn Scotty hat dazu eine Spendenplattform im Internet eingerichtet (www.gofundme.com/wfde6pg).