Harburg
Autobahn 7

Acht Spuren für die Elbmarsch-Brücke

Stephan Deiß (v.l.) vom Amt für Straßenwesen, Senator Frank Horch, Gregor Gebert Abteilungsleiter für Brückenertüchtigung von der Deges aus Berlin

Stephan Deiß (v.l.) vom Amt für Straßenwesen, Senator Frank Horch, Gregor Gebert Abteilungsleiter für Brückenertüchtigung von der Deges aus Berlin

Foto: Jochen Gipp / HA

Die Anschlussstelle Moorburg bleibt. Der A26-Anschluss kommt. Und die Planung für Ausbau und Sanierung der Autobahn A7 läuft.

Waltershof.  Von sechs auf acht Spuren soll die Autobahn 7 südlich des Elbtunnels voraussichtlich bis 2023 ausgebaut worden sein. Bis dahin soll auch die von Stade kommende A26 ihren Anschluss an die A7 erhalten haben. Und jetzt steht auch fest: Trotz des künftigen A26-Anschlusses wird in dem Autobahnabschnitt die bestehende Anschlussstelle Moorburg erhalten bleiben und wird nicht – wie ursprünglich geplant – aufgegeben. Gewerbe- und Industrieunternehmen im Bereich Hausbruch, darunter das Mercedes-Werk, behalten somit ihren direkten Autobahnanschluss.

Diese neue Planung wird von Frank Horch, Hamburgs Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, begrüßt. Er war jetzt zusammen mit Stephan Deyß vom Amt für Straßenwesen/Bundesfernstraßenprojekte, sowie mit Gregor Gebert von der Deges in Berlin zu einem Ortstermin an der A7 in Waltershof, um sich über die Planung und den Brückenzustand zu informieren.

Am Autbahnabschnitt K20 sind einige Reparaturarbeiten erforderlich

Der Hamburger Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) und die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) arbeiten bereits seit dem vergangenen Jahr an der Vorplanung für den achtspurigen Ausbau der A7 südlich des Elbtunnels. Zwischen dem Elbtunnel und dem ansteigenden Geesthang bis knapp vor die Anschlussstelle Heimfeld führt die A7 über die mit rund 3,8 Kilometern längste Autobahnbrücke Deutschlands. Sie trägt den Namen „Hochstraße Elbmarsch“ und wird auch als Autobahnabschnitt „K20“ bezeichnet. Mit Einweihung des Elbtunnels Anfang 1975 wurde auch die K20 in Betrieb genommen. Heute, nach 40 Jahren, wird ihr baulicher Zustand als „gut für die nächsten 40 Jahre“ bezeichnet. Allerdings sind einige Reparaturarbeiten am Beton des Tragwerks erforderlich, erneuert werden müssen Regenabläufe, Fahrbahnbelag, Schutzplanken und nicht zuletzt die Metallkappen an den Brückenrändern.

Wäre es heute wirtschaftlicher, den Autobahnabschnitt komplett durch einen achtspurigen Neubau zu ersetzen? „Nein“, sagt Gregor Gebert, „der Erhalt des Bestands hat beim Bundesverkehrsministerium Priorität, und in diesem Fall stimmt auch die langfristige Wirtschaftlichkeitsberechnung.“ Das sieht auch Senator Horch so. Für ihn ist auch wichtig, dass der Verkehrsfluss während der Bauzeiten so wenig wie möglich behindert wird und nach Möglichkeit immer seine Dreispurigkeit behält. Da muss sich Horch nach jetziger Planung keine Sorgen machen. Stephan Deyß: „Die Hochstraße ist schon vor 40 Jahren so gebaut worden, dass zwischen den Fahrtrichtungen ausreichend Platz für die beiden zusätzlichen Fahrspuren vorhanden ist.“

2017 könnte vielleicht schon mit dem Bau begonnen werden

In dem Freiraum zwischen den Fahrtrichtungen können die zusätzlichen Stützen, Träger und Fahrbahnen gebaut werden, ohne den fließenden Verkehr zu behindern. Nach dem achtspurigen Ausbau wird die Lücke zwischen den Fahrtrichtungen auf etwa zwei Meter Abstand geschrumpft sein. Das Bundesverkehrsministerium hat diese Planung im März bestätigt, über die möglicherweise im Herbst vom Bundestag abgestimmt wird. Bei Zustimmung folgt im Anschluss das von Horchs Behörde ausgearbeitete Planfeststellungsverfahren. Geht alles klar, kann vielleicht schon 2017 mit dem etwa sechs Jahre dauernden Bau begonnen werden.

Im laufenden Planfeststellungsverfahren zum Bau der A26 zwischen Hamburgs Landesgrenze bei Neu Wulmstorf und dem Anschluss an die A7 bei Moorburg gibt es zwischen Interessen von Natur- und Umweltverbänden sowie örtlichen Obstbauern noch keine Einigung um eine etwa 6,5 Hektar große Fläche inmitten eines sogenannten „Biotop-Korridors“ zur Verbindung vorhandener Naturschutzgebiete, die an einen Obstbauern verpachtet wurde. Horch: „Wir arbeiten intensiv an einer Lösung. Das ist durchaus schwierig.“