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Politik lässt Standorte für neues Gerätehaus prüfen

Das alte Feuerwehrgerätehaus hat ausgedient. Damit die Feuerwehr weiterhin ausrücken kann (wie hier in der Nähe von Rostock 2011) muss geklärt werden, wo ein neues Gerätehaus gebaut werden kann

Das alte Feuerwehrgerätehaus hat ausgedient. Damit die Feuerwehr weiterhin ausrücken kann (wie hier in der Nähe von Rostock 2011) muss geklärt werden, wo ein neues Gerätehaus gebaut werden kann

Foto: Bernd Wüstneck / dpa

Für das neue Feuerwehrgerätehaus werden derzeit zwei Flächen favorisiert. Die Verwaltung soll jetzt die Kosten für den Neubau ermitteln.

Das Feuerwehrgerätehaus der Brandschützer von Tötensen-Westerhof im Woxdorfer Weg 10 hat ausgedient. Es erfüllt nicht mehr die Auflagen der Feuerwehr-Unfallkasse. Für den Neubau schlug die Verwaltung der Politik fünf mögliche Standorte vor; zwei davon kamen in die engere Auswahl. Die Mitglieder des Feuerschutzausschusses wollen nun die Kosten für die Gründung eines Neubaus ermitteln lassen.

Das erste potenzielle Grundstück liegt am Ortsausgang von Westerhof, unweit der Autobahn. Die Nutzung der Ackerfläche wird vor allem von der CDU-Fraktion favorisiert, auch, um eine Zusammenlegung der Wehren von Tötensen und Leversen in ferner Zukunft zu ermöglichen. Das zweite Grundstück befindet sich an der Kreisstraße 52 Richtung Autobahn zwischen Tötensen und Westerhof. Bürgermeister Dirk Seidler betonte, dass der Eigentümer bereit sei, mit der Gemeinde über den Flächenankauf zu verhandeln. Allerdings liegen beide möglichen Standorte mitten im Landschaftsschutzgebiet des Landkreises Harburg. Doch der hat bereits Bereitschaft signalisiert, die Flächen aus dem geschützten Bereich zu entlassen, sollte es keine Alternativen geben. Bei der Fläche zwischen den Ortschaften hat der Landkreis im Regionalen Raumordnungsprogramm außerdem festgeschrieben, dass die Ortschaften Tötensen und Westerhof an dieser Stelle nicht weiter zusammenwachsen dürfen.

Von zahlreichen Brandschützern wird weiterhin die Nutzung einer gemeindeeigenen Parkplatzfläche favorisiert

„Das ist eine weitere Hürde - und uns hat man dazu nicht befragt“, betont Regina Lutz (SPD), Ortsbürgermeisterin von Tötensen. Von ihr und auch von zahlreichen Brandschützern wird weiterhin die Nutzung einer gemeindeeigenen 2.700 Quadratmeter großen Parkplatzfläche an der Ecke „An der Koppel/Waldtreppe favorisiert. Die Brandschützer könnten so den nahen Sportplatz als Übungsgelände nutzen und es gebe ausreichend Parkplätze für die Privatautos. Doch die Mehrheit der Ausschussmitglieder lehnt diesen Standort ab. Das Argument: zu nah an der Wohnbebauung.

Für Lutz kein Problem: „Die Feuerwehr war schon immer im Ort, die Gemeinde ist mit ihr groß geworden.“ Tötensens Ortsbrandmeister Joachim Kröhnke-von der Weihe fügt hinzu: „Wir wollen einen ortsnahen Standort zum Wohle unserer Bürger.“ (ivr)